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Formalitäten

Sprachreisen nach England und in andere britische Gebiete bieten Möglichkeiten, neue Kulturen und modernen Sprachunterricht kennenzulernen.

Um in England einreisen können, brauchen EU-Bürger einen gültigen Personalausweis beziehungsweise eine gültige Identitätskarte. Bürger aller anderen visumpflichtigen Länder benötigen bei der Einreise einen gültigen Reisepass. Touristische Aufenthalte werden in England bis zu drei Monaten genehmigt.

Einreiseregelungen für die britischen Überseegebiete können davon abweichen. Informationen dazu haben die jeweiligen Sprachschulen und die Botschaft des jeweiligen Landes. Eine Vereinbarung der International Civil Aviation Organization (ICAO) besagt zudem, dass bis zum Jahre 2010 die Bürger aller Staaten mit maschinenlesbaren Pässen einreisen sollen.

Alle Antragsteller, die ein Visum für Großbritannien beantragen, müssen ihre Anträge persönlich beim Dienstleistungspartner des Britischen Generalkonsulats, der Computer Sciences Corporation (CSC) in Düsseldorf, Berlin oder München einreichen und dafür vorher einen Termin vereinbaren. Alle Visumanfragen müssen direkt an WorldBridge (ein Geschäftszweig des CSC) adressiert werden.

Tiere benötigen bei der Einreise nach Großbritannien den Heimtierpass, den sogenannten Petpass. Die Tiere müssen gegen Tollwut geimpft werden. Für jedes Tier, das nach England einreist, wird ein Gesundheitszeugnis benötigt. Etwa drei Monate vorher sollte eine Untersuchung auf Anwesenheit von vakzinalen Antikörpern durchgeführt werden. Zusätzlich wird bei der Einreise nach Großbritannien ein Dokument benötigt, das die Einfuhrgenehmigung des Ministry of Agriculture, Fisheries and Food nachgeweist. Eine sechsmonatige Quarantäne ist Pflicht. Während dieser Zeit wird das Tier zweimal gegen Tollwut geimpft.

Unterkunft

Sprachschüler, die eine Sprachreise nach England beziehungsweise Großbritannien machen wollen, können sich bei der jeweiligen Sprachschule über die Unterkunftsmöglichkeiten informieren.

Wer eine Sprachreise nach London macht, hat viele verschiedene Möglichkeiten, eine Unterkunft zu finden. In England, besonders in London, sind Hotels im Allgemeinen recht teuer. Günstiger sind Hostels oder private Möglichkeiten, beispielsweise Zimmervermittlung.

Jugenherbergen
Der Standard ist bei den Jugendherbergen / Youth Hostels in Großbritannien sehr unterschiedlich und reicht von den einfachsten Übernachtungsmöglichkeiten für Radfahrer und Wanderer bis zu modernen Motels und Hotels für Familien und Gruppen. Die Unterkünfte sind relativ preiswert, in London gibt es schon ab etwa sieben Euro ein Bett in einem Schlafsaal. An Wochenenden zahlt man meistens mehr. Weitere Auskünfte gibt es bei der Youth Hostel Association for England and Wales.

Camping & Co.
In England und Großbritannien gibt es überall Campingplätze – Zelte und Wohnwagen können angemietet werden. Die Ausstattung der Campingplätze ist zum Teil sehr einfach, einige verfügen jedoch über Kinderspiel- und Sportplätze, Gemeinschaftsräume, Cafeterias, Geschäfte und Telefone. Und es gibt noch eine weitere Unterkunftsmöglichkeit in Großbritannien: Venuemasters ist ein großbritannienweiter Zusammenschluss von über 90 universitären Einrichtungen, die als Gruppenunterkünfte sowie für Konferenzen gebucht werden können.

Gesundheit

Je nachdem, wo man seine Sprachreise verbringen will, herrschen unterschiedliche Gesundheitsvorschriften. In England, Schottland und Wales gelten die gleichen, momentan nur wenige Vorsichtsmaßnahmen.

In Großbritannien kommt Hepatitis B wie in allen anderen europäischen Ländern vor. Eine Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen. Momentan ist für Großbritannien eine kombinierte Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR) für Sprach- und Austauschschüler oder Studenten sinnvoll. Wer als Kind diese Krankheiten schon hatte, braucht sich nicht impfen zu lassen, die natürliche Immunabwehr ist vorhanden.

Epidemische Ausbrüche der Meningokokken-Meningitis kommen in England, Schottland und Wales vor. Um sich zu schützen, sollten sich vor allem junge Erwachsene, die einen Langzeitaufenthalt in Großbritannien planen, impfen lassen. Nach aktuellen Empfehlungen gilt die Impfung bei Langzeitaufenthalten als Reise-Impfung für Jugendliche und Studenten.

Gesundheitsvorsorge
In England, Schottland und Wales sichert die europäische Krankenversicherungskarte EHIC während der Sprachreise die medizinische Versorgung im Notfall. In britischen Überseegebieten empfiehlt es sich, eine komplette Auslandskrankenversicherung abzuschließen. Auch der Rücktransport ist dann im Notfall gewährleistet. Die Kosten für medizinische Behandlungen sind in Großbritannien sehr hoch.

Aktivitäten

Wer während seines Sprachaufenthaltes in Großbritannien aktiv und kulturell die englische Sprache anwenden möchte, hat viele Möglichkeiten. Ob Strand, Museum oder Wellness – für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Im Südwesten Englands sind beinahe unendliche Möglichkeiten geboten, die Sprachreise aktiv zu gestalten: Kultur und Denkmäler, Wanderungen im Forest of Dean, Gärten in Devon, historische Häuser oder einsame Strände im rauen Cornwall.

Cornwall ist ein beliebter Surf- und Segelspot. Abenteurer sind in Cornwall genau richtig, denn Wassersportarten, Klettern und Abseilen gehören hier zum Alltag. Auch Reiten und Radfahren sind bei den Besuchern sehr beliebt. Zum sportlichen Ausgleich können zahlreiche Museen besichtigt werden. Im Örtchen Bath kann jeder Sprachschüler Wellness genießen und neben Sprachpraxis auch auf den historischen Spuren der Römer wandeln. Der Südwesten Englands ist also ein besonderes Reiseziel.

Sport & Aktivitäten
Wer genug im Sprachkurs geredet hat und abschalten möchte, kann in der Einsamkeit des Exmoors wandern oder eine Radtour bis nach Gloucestershire unternehmen. Der berühmte Tarka Trail bietet ebenfalls sportlichen Spaß. In einem Hochseilgarten in Devon kann man in schwindelerregender Höhe balancieren oder wie Tarzan von Baum zu Baum schwingen. Für Segelfreunde gibt es eine Reihe von Seen und auch Kanuten kommen nicht zu kurz – vor allem nicht auf dem River Dart, dem populärsten Kanurevier Großbritanniens im Dartmoor National Park.

Land & Leute

England und Großbritannien haben mehr zu bieten als die üblichen Klischees. Auf einer Sprachreise kann man Englands andere Seite kennenlernen: Die feine englische Art, die gehobene Sprache im sogenannten Oxford Englisch oder die Teekultur der Inselbewohner.

England ist der größte und am dichtesten besiedelte Landesteil im Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland. England wird häufig als Synonym für die gesamte Insel Großbritannien verwendet. Dabei ist England ein Teil des Vereinigten Königreiches.

Die Engländer legen viel Wert auf Höflichkeit und Privatsphäre. Wird man einer Person neu vorgestellt, gibt man sich nur die Hand. Umarmungen oder Begrüßungsküsschen sind für vorerst Fremde eher untypisch. Neben Big Ben und London Eye ist der Nieselregen wohl auch eines der bekanntesten Erkennungsmerkmale Englands.

Sitten und Bräuche
Generell sind die Engländer sehr gastfreundlich. Auf einer Feier beginnt man mit dem Essen erst, wenn alle bedient sind, danach geht man zum lockeren Teil über und trinkt. Die schnellen Speisen in England sind bekannt als „Fish’n‘Chips“ oder „English Breakfast“. Viel Ei, Speck und Toast gehören zu einem klassischen englischen Frühstück. Die englische Hauptmahlzeit ist das Abendbrot. Hierbei geht es nicht nur um das Essen, sondern vor allem auch darum, Zeit mit Familie und Freunden zu genießen. Ein Abendbrot kann daher bis tief in die Nacht andauern. Lange und laute Gespräche sind hier ein Muss.

Viele denken bei England traditionell an die britische Teekultur. In zahlreichen britischen Überseegebieten und ehemaligen Kolonien ist dies auch der Fall – jedoch sind neben Gin und Whiskey auch Portweine und Sherry ein wichtiges Exportprodukt der Briten. Um vier Uhr am Nachmittag ist Teatime – überall. Egal ob halb- oder ganztags gearbeitet wird, Kuchen und Kekse werden dazu gegessen. Diese Kultur ist im gesamten Commonwealth zu beobachten.

Pub-Kultur
In britischen Pubs wird stets an der Theke bestellt und sofort bezahlt. Heißgetränke oder verschiedene Kaffeesorten findet man im Pub vergeblich. Dafür gibt es extra Coffee-Shops. Bier vom Fass wird in Pint- (0,57 l) beziehungsweise in Half-Pint-Gläsern (0,28 l) bestellt. Bis vor einiger Zeit gab es in England noch die Sperrstunde um 23 Uhr. Eine Glocke läutete die letzte Runde ein. Zeit zum Austrinken gab es, aber dann hieß es: schnell nach Hause. Seit 2005 ist die britische Sperrstunde Geschichte. Die Pubs dürfen nun auch länger geöffnet haben.

Nachtleben

Das Nachtleben in England bietet für Sprachschüler eine gute Gelegenheit, die Theorie in die Praxis umzusetzen. Clubs, Bars und Restaurants sind in jedem Verrücktheitsgrad zahlreich vorhanden.

Die Engländer feiern gerne und viel, dafür sind sie und ihre Städte – im Besonderen London – bekannt. Da viele größere und kleinere Städte in Großbritannien ein fantastisches Nachtleben anbieten, gibt es für jeden Geschmack etwas – ob Pubs, Bars, Restaurants oder Nachtclubs.

Feiern der Spitzenklasse!
NewcastleGateshead wurde kürzlich in eine Auflistung der Top Ten Partystädte der Welt aufgenommen – kaum verwunderlich bei der aufstrebenden Szene dort. Beliebte Mainstream-Clubs finden Sie auf der Quayside (www.newcastlequayside.co.uk) und im Stadtzentrum. Viele dieser Veranstaltungsorte sind riesig – beispielsweise das Legends und Klub Ikon – und bieten in jedem Raum andere Musik.

Die Quayside von NewcastleGateshead bietet die Auswahl zwischen Julie‘s 2, Sea, Baja Beach und dem kultigen ‚Boat‘ – der Tuxedo Princess, einem Nachtclub auf einem Schiff mit einem Raum, der im Stil der siebziger Jahre gestaltet ist und einer sich drehenden Tanzfläche. Die schwullesbische Szene von Newcastle konzentriert sich auf die südwestliche Ecke der Stadt. Das wilde freundliche Rockshots ist ein beliebter Club, während Camp David (www.campdavidbar.co.uk) eine coole Retrobar im Stil der sechziger Jahre ist, die ein gemischtes Publikum anzieht.

Leben in Saus und Braus
Middlesbrough bietet ebenfalls eine gute Mischung aus Clubs und Musik. Der stilvolle Club M in Tall Trees in Yarm zieht Clubgänger aus ganz Nordengland an und wird regelmäßig in der nationalen Musikpresse erwähnt. Im Stadtzentrum wird im Venue und in der Arena Tanzmusik vom Feinsten gespielt und im Chicago Rock Café treten Livebands auf

Im nahe gelegenen Stockton ist der Nachtclub Millennium, Teesside Park, äußerst beliebt. In Sunderland gibt es zwei unterschiedliche Szenen: die der Studenten und der Einheimischen. Independent- und Alternative Scheiben werden im Ku Cluband aufgelegt und Mainstream Dance gibt’s im Pzazz. Manor Quay und Liberty’s sind beliebte Orte für Auftritte von Livebands.

Die Vielfalt liegt in der Würze
Von einer Nacht voller Leben mit Freunden über einen ganz entspannten Abend in einem eleganten Restaurant oder einer Bar – die quirlige und abwechslungsreiche Stadt Birmingham bietet für jeden genau das Richtige. Oder Sie lassen sich in den benachbarten Städten Wolverhampton, Coventry oder Stoke-on-Trent in Partystimmung bringen.

Klima

Das Klima in Großbritannien ist durch ein mildes und gemäßigtes Klima geprägt, obwohl es eher im nördlichen Teil Europas liegt. Ganz dem Klischee entsprechend, regnet es trotzdem viel.

Auf der britischen Insel regnet es viel, das lernen wir schon in der Schule. Der Auslöser für den Regen in Großbritannien ist das Zusammentreffen der warmen Atlantikluft und der feuchtkalten isländischen und arktischen Luft. Während es in Schottland im Winter schneit, ist es in Nordirland eher regnerisch und schneearm. Wales ist durch einen kühlen Sommer und recht milde Winter gekennzeichnet, mit vielen Niederschlägen in den höheren Lagen.

In Südengland sieht es schon ein bisschen besser aus, denn hier klettern die Temperaturen im Sommer schon bis etwa 25 Grad Celsius. An der südenglischen Küste findet man die höchsten Temperaturen ganz Großbritanniens, im Winter allerdings sinken die Werte auch gerne unter die Null-Grad-Grenze.

Im Durchschnitt liegt der kälteste Monat etwa unter zwei und der wärmste Monat bei 20 Grad Celsius. Dieses Wetter hat aber auch seine Vorteile: Dier Gefahr von der Sonne verbrannt zu werden, ist relativ gering und das Gepäck für die Sprachreise bleibt leicht, denn man muss keine schweren Tuben mit Sonnenschutz herumschleppen.