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Formalitäten

Sprachreisen nach Peru sind nur mit einem geringen Aufwand bei der Einreise verbunden. Zur Einreise benötigt der Sprachreisend normalerweise nur einen Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein muss.

EU-Bürger die in Peru einreisen wollen, benötigen einen bei der Einreise noch mindestens sechs Monate gültigen Reisepass und ein Rückreisticket. Ohne Visum beträgt die maximale Aufenthaltsdauer für Reisende drei Monate. Der Aufenthalt kann in Peru bei der peruanischen Einwanderungsbehörde des Innenministeriums zweimal gebührenpflichtig, um jeweils einen Monat verlängert werden. Für eine einmonatige Verlängerung verlangt die Einwanderungsbehörde eine Gebühr von 20 US Dollar. Insgesamt können Sprachreisende, für rein touristische Zwecke, ohne Visum maximal fünf Monate in Peru bleiben. Bei Fragen helfen die Sprachschulen gerne weiter.

Sprachreisende, die als Touristen bis zu 183 Tagen in Peru bleiben wollen, sollten ein Touristenvisum beantragen. Der Antrag muss persönlich beim Konsulat oder der konsularischen Abteilung der Botschaft erfolgen. Das Touristenvisum kostet 27 Euro, ein Studentenvisum nur 13,50 Euro. Die Bearbeitungszeit liegt in der Regel bei drei bis sieben Tagen. Reisende müssen ausreichende Geldmitte nachweisen. Über die Höhe der nachzuweisenden Geldmittel informiert das Konsulat, die konsularische Abteilung der Botschaft oder die jeweilige Sprachschule.

Hunde und Katzen benötigen einen internationalen Impfausweis, der komplett mit Halterdaten, Identität des Tieres und eine Tollwutimpfung, die über 30 Tage alt sein muss, ausgefüllt ist. Der Impfpass muss vom Amtstierarzt, der übergeordneten Instanz des Landes, und vom zuständigen peruanischen Konsulat beglaubigt werden. Zusätzlich sollte noch ein Nachweis des Amtstierarztes beigefügt werden, indem dieser bestätigt, dass das betreffende Haustier frei von Krankheiten ist. Dieser Nachweis muss wiederum von allen drei Instanzen beglaubigt werden.
Für aktuelle Hinweise stehen die Konsulate und konsularischen Abteilungen gerne zur Verfügung.

Unterkunft

Nach der guten Entscheidung, eine Sprachreise nach Peru zu machen, muss nur noch überlegt werden, wie und wo übernachtet werden soll. In größeren Städten und touristischen Zentren gibt es internationale Hotels, es gibt Jugendherbergen, einfache Pensionen und Gastfamilien. Was ist für Sprachreisende das Beste?

Herzlichkeit in einer Gastfamilie
Sprachschulen und Sprachreiseanbieter bieten in der Regel Aufenthalte in speziell ausgesuchten und überprüften Gastfamilien an. Der Sprachreisende wohnt in einem eigenen Zimmer im Haus der Familie und kann am Familienleben teilnehmen. Wäscheservice und andere Annehmlichkeiten sind in der Regel inklusive. Eine Sprache muss unbestritten gesprochen werden, um sie zu erlernen, um ein Gefühl für sie zu bekommen und sie richtig anwenden zu können.

In Gastfamilien lernt man als Sprachreisender spielerisch den Umgang mit der Sprache und lernt noch dazu die Mentalität der Peruaner kennen. Ein so natürlicher Umgang mit der Sprache ist woanders, als in einer Gastfamilie wohl kaum möglich. Neben der Sprache und der Mentalität bieten die Gastfamilien auch einen unverwechselbaren Einblick in die Essensgewohnheiten der Menschen. Das Essen ist äußerst schmackhaft und nährreich. Die Vokabeln zum loben des guten Essens werden sicherlich eine der ersten sein, die zur Anwendung kommen. Die Sprachschulen und Reiseanbieter beraten hier gerne.

Jugendherbergen
In ganz Peru gibt es etwa 40 Jugendherbergen. In den Jugendherbergen können Doppel- und Einzelzimmer, Schlafsäle und Kochgelegenheiten genutzt werden. In einigen Fällen gibt es auch eine Cafeteria und eine Bar - Mit Glück sogar ein Schwimmbecken. In den Jugendherbergen können schnell neue Kontakte geschlossen werden, die häufig international sind. Es kann ein Austausch über Reiseziele, Erfahrungen, die Peruaner und die Sprache geben. Für gesellige Sprachreisende, die sich selbst versorgen wollen, bieten die Jugendherbergen sicherlich eine gute Alternative.

Gesundheit

In Peru gibt es einiges zu beachten. Wer sich gut vorbereitet, die aktuellen Informationen des auswertigen Amtes berücksichtigt und aufmerksam und vorsichtig während seiner Sprachreise ist, hat in der Regel nichts zu befürchten.

Sowie in fast allen mittel- und südamerikanischen Ländern muss auch in Peru auf Hygiene bei Nahrungsmitteln und Trinkwasser geachtet werden. Ansonsten können Infektionskrankheiten wie Hepatitis A, Typhus, Lambliasis, Bakterienruhr, Amöbenruhr und Wurmerkrankungen auftreten. Zur Eiswürfelzubereitung, zum Zähneputzen und zum trinken sollte abgepacktes Wasser genutzt werden. Wasser in Behältnissen wird überall angeboten. Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass die Verpackung noch ungeöffnet, originalverpackt und nicht beschädigt ist.

Das Wasser, das nicht verpackt gekauft wurde, sollte vor der Nutzung abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden. Milchprodukte, die aus ungekochter Milch bestehen, sollten gemieden werden. Der Konsum von Schweinefleisch, rohen Salaten, und Mayonnaise sollte vermieden werden. Es wird dringend vom Verzehr von Speisen aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten abgeraten. Gemüse sollte nur gekocht und Obst nur geschält gegessen werden. Fleisch- und Fischgerichte sollten nur gut durchgekocht und heiß zu sich genommen werden.

mögliche Krankheiten
In Peru besteht in einigen Gebieten die Gefahr einer Gelbfiebererkrankung. Von Sprachreisenden, die in das Amazonasgebiet und einige andere Gebiete reisen wollen, die von der WHO als gefährdungsgebiete ausgeschrieben wurden, müssen eine Impfbescheinigung für Gelbfieber nachweisen. Die Bescheinigung wird kontrolliert. Wer sie nicht nachweisen kann, wird entweder an der Einreise gehindert, in Quarantäne gebracht oder einer Zwangsimpfung unterzogen. Bei Aufenthalten in ländlichen Gebieten unter 2.300 Meter Höhe wird eine Schutzimpfung dringend empfohlen. Sprachreisende sollten sich vorher bei der Sprachschule und dem auswertigen Amt informieren, ärztlichen Rat einholen und in der Regel eine Schutzimpfung durchführen lassen.

Es besteht die Gefahr einer Cholerainfektion. Es sollte sorgfältig auf die Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene geachtet werden. Cholera tritt in Gebieten im ganzen Land auf. Es gibt eine Schutzimpfung, deren Wirkung umstritten ist. Vor der Reise sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.

Typhus kommt vor und es wird eine Schutzimpfung empfohlen. In einigen Gebieten, den Grenzgebieten zu Ecuador, Brasielien, Kolumbien, und Bolivien, sowie in Loreto, Ucayali, Piura, Madre de Dios, Luciano Castillo, Jaen, Junin, San Martín, Cerro de Pasco, Ayacucho, Cajamarca, Chachapoyas, Chanca-Andahuaylas, Cutervo, Cusco, Huancavelica, La Libertad, Lambayeque und Tumbes besteht erhöhte Malariagefahr.

Die gefährlichere Variante Plasmodium falciparum kommt in etwa 20 Prozent der Fälle vor. Es wird dringend dazu geraten, in den genannten Gebieten lange Kleidung zu tragen, ein wirksames Mückenschutzmittel zu verwenden und in der Nacht ein Insektennetz anzubringen. Es sollte zusätzlich eine Notfallmedikation mitgeführt werden. In den nicht genannten Gebieten besteht nur geringe oder gar keine Malariagefahr.

Hepatitis A und B kommen, wie in fast allen Ländern der Erde, im ganzen Land vor. Für Hepatitis A wird generell jedem Sprachreisenden geraten, eine Schutzimpfung durchführen zu lassen. Für Hepatitis B wird allen Jugendlichen und Kindern, sowie Reisenden, die einen engen Kontakt zur einheimischen Bevölkerung anstreben, eine Schutzimpfung empfohlen.

Für alle, die die Gefahr von Infektionsrisiken wie ungeschütztem Sex, unsauberen Spritzen und Kanülen oder Bluttransfusionen eingehen, besteht eine große Gefahr einer HIV/Aids-Erkrankung.

In einigen Regionen, wie Cajamarca, La Libertad, Lambayeque, und Piura, wurden Pestfälle gemeldet. Die Ansteckungsgefahr kann durch sichere Schlafplätze, die vor Ratten und Flöhen geschützt sind, häufigen Wäschewechsel und die Meidung des Kontakts mit Infizierten gering gehalten werden.

Im ganzen Land besteht die Gefahr einer Tollwutinfektion. Überträger sind zum Beispiel Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Es empfiehlt sich für Rucksackreisende, Kinder und Jugendliche, eine Schutzimpfung durchführen zu lassen. Bisswunden sollten schnellstmöglich ärztlich behandelt werden.

Chagas-Erkrankungen, das Dengue-Fieber, die Leishmaniose und das Fleckfieber werden durch Raubwanzen, Stechmücken, Schmetterlingsmücken und Kleiderläuse übertragen. Es wird eine häufige Kleider- und Körperhygiene, sowie lange Kleidung, ein wirksamer Insektenschutz und in der Nacht ein Insektennetz empfohlen.

Peru ist, hervorgerufen durch die Anden, ein recht hohes Land. In Höhenlagen über 2.500 Meter tritt häufig, die manchmal auch tödlich endende, Höhenkrankheit auf. Die Krankheit kann bei zu schnellem Aufstieg auftreten. Symptome, die häufig erst 24 Stunden später auftreten, sind Schlafprobleme, Kopfschmerzen, Schwindel, Erbrechen und zunehmende Luftknappheit. Falls die Symptome auftreten sollte beim Aufstieg eines Berges eine längere Pause gemacht werden. Falls keine Besserung eintritt, sollte auf unter 2.000 Meter abgestiegen und ein Arzt konsultiert werden.

Gesundheitsvorsorge
Die medizinische Versorgung des Landes ist mit Europa nicht zu vergleichen. Nur in einigen teuren Privatkliniken entspricht der Standard in etwa dem europäischen Standard. Die meisten Krankenhäuser und Ärzte sind technisch, apparativ, und/oder hygienisch problematisch. Hinzu kommen unzureichende Fremdsprachenkenntnisse der Ärzte. Die Kosten für die medizinische Behandlung müssen sofort bezahlt werden. Es sollte während der Sprachreise eine individuelle Reiseapotheke mitgeführt werden, die den Temperaturen des Landes entsprechend geschützt ist.

Zum Abschluss einer Reisekranken- und einer Reiserückholversicherung wird dringend geraten.

Akivitäten

In Peru erreichen die Anden über 6.700 Meter, es gibt Regenwald, in dem indigene Völker noch historisch leben, unzählige Tier- und Pflanzenarten, Inka-Stätten, Flüsse und die Pazifikküste. Sprachreisende in Peru bekommen einiges geboten. Outdoor-Aktivitäten sind keine Grenzen gesetzt.

Macchu Picchu soll etwa um das Jahr 1450 errichtet worden sein und ist eine gut erhaltene Ruinenstadt der Inka. Die Stadt, mit etwa 216 steinernen Bauten, liegt in 2.360 Meter Höhe auf einer Bergspitze der Anden. In etwa 75 Kilometer Entfernung liegt die Stadt Cusco. Von der Stadt führt ein alter Inka-Pfad bis hoch zu den Ruinen. Für geübte Wanderer, die gerne über mehrere Tage unterwegs sind, ist es eine sehr interessante Strecke. Zu der ehemaligen Inka-Stadt fahren auch Züge und Autovagons. Die Stadt wird zur Zeit restauriert. Die Türme, Treppen, Tempel und Paläste sollen danach noch eindrucksvoller wirken. Für Abenteuerlustige und Geschichtsinteressierte empfehlen sich Ausflüge zu dieser Kult-Stätte.

Die Anden
In den Anden werden ausgedehnte Trekking- und Wandertouren angeboten. Zum Teil auf alten Inka-Wegen geht es über Berggipfel und weite Bergrücken. Die Gipfel der Anden in Peru verschaffen einen eindrucksvollen Blick auf über 12.000 Seen und die tiefsten Schluchten der Welt. Ein erhebendes Gefühl, das wahrscheinlich jeden Sprachreisenden beim erklimmen eines Gipfel durchfährt. In einigen Flüssen werden für abenteuerlustige Reisende Rafting-Touren mit erfahrenen Bootsführern angeboten. In rasenden Stromschnellen und tiefen Schluchten können eigene Grenzen und Adrenalin pur erfahren werden.

Pazifikküste
Die Pazifikküste lädt mit teilweise steinernen Klippen und grauen Kiesstränden zu ausgedehnten Trekking-Touren ein. Es können sich Pferde oder Fahrräder gemietet werden. Es gibt auch die Option, mit Booten zu ausgedehnten Angeltouren zu starten. Die fischreichen Gewässer vor Peru halten bestimmt einen Fang bereit. An den Sandstränden gibt es die Chance, allen Strand- und Wasseraktivitäten nachzugehen, oder einfach im Sand zu liegen und die schönen Erlebnisse Revue passieren zu lassen.

Regenwald
Im Osten des Landes befindet sich der Regenwald des Landes. Der Regenwald nimmt einen Großteil Perus ein. Es gibt eine Vielzahl von noch nicht komplett erforschten Gebieten. Auf den Flüssen werden Bootstouren ins Innere des Regenwaldes angeboten. Für jeden Sprachreisenden bieten diese Touren unvergessene Augenblicke. Einige indigene Völker bieten Reisenden an, die Dörfer zu besichtigen und einiges über die Kultur zu erfahren. Ein ungefährer Ausblick, wie es in dem Land vor den Inka und den Spaniern ausgesehen haben könnte.

Lima
Die Hauptstadt Perus liegt an der westlichen Pazifikküste. Mit ihren knapp sieben Millionen Einwohnern ist Lima die weitaus größte Stadt Perus. Lima ist der kulturelle- und wirtschaftliche Mittelpunkt des Landes. Die Altstadt ist seit 1991 UNESCO Weltkulturerbe. In der Altstadt befinden sich zahlreiche Kirchen, Galerien, Museen, Denkmäler und historische Gebäude. Besonders eindrucksvoll ist die „Iglesia de San Francisco“, eine Kathedrale, in der die Überreste des Gründers der Stadt, Francisco Pizarro, liegen sollen. In der Stadt gibt es zahlreiche Museen, Theater, Bars, Parks und Restaurants. Bei einem Ausflug sollte etwas mehr Zeit eingeplant werden, da es eine Menge zu besuchen und zu besichtigen gibt.

Land & Leute

Peru ist eins der wenigen Länder Südamerikas, in dem die Mehrzahl der Einwohner indigener Abstammung ist. Die Geschichte Perus, die Kultur und zahlreiche Ruinen der Inka laden zum Entdecken ein. Sprachreisenden wird eine große Vielfalt geboten.

Als Sprachreisender in Peru sollte viel Interesse für das Land und viel Zeit mitgebracht werden, denn die „La Hora Peruana“, die peruanische Zeit, hat ihren eigenen Takt. Es kann schnell passieren, dass die Peruaner eine Uhrzeit etwas dehnen, das soll heißen, dass sie etwas später kommen. Mit einem Lächeln im Gesicht werden sie dann vielleicht auf die La Hora Peruana verweisen. Die Bevölkerung ist zu etwa 82 Prozent katholisch und sehr streng in ihrem Glauben. Kritik oder anderes verletzendes Verhalten sollten Sprachreisende vermeiden.

Viele der Peruaner, die indigener Abstammung sind, haben noch alte Bräuche und Riten, die auch noch vollzogen werden. In den Großstädten, vor allem in Lima, sind die Peruaner eher westlich orientiert. In den Anden und den ländlichen Gebieten sind die Menschen noch Kulturbewusst und leben ihr eigenes Leben. Wer mit diesen Menschen ins Gespräch kommt und wirklich interessiert ist, kann eine Menge über die Kultur des Landes und die Faszination Perus erfahren.

Die Peruaner sind meist sehr höflich und fröhlich und freuen sich, wenn Fremde sich wirklich für sie und das Land, auf das sie sehr stolz sind, interessieren. Im Land gibt es jedoch auch Probleme mit Gewalt und Verbrechen. Das ist auf den großen Unterschied zwischen arm und reich zurückzuführen. Sprachreisende sollten wachsam und nicht unvorsichtig sein.

Esskultur
Die Peruaner essen besonders gerne gut gewürzt. Aji und Ajo, also Pfeffer und Knoblauch, werden intensiv gebraucht. In den Küstengebieten sollten die Meeresfrüchte, vor allem Krabben und Fisch, probiert werden. Nur die rohen Speisen sollten aus Sicherheitsgründen nicht verzehrt werden. In den Bergregionen gibt es leckeres und zartes Fleisch von Meerschweinchen und Alpacas. Im ganzen Land kann auch Rindfleisch und Geflügel gegessen werden. Spezialitäten des Landes sind zum Beispiel die stark gewürzte Suppe mit Rindfleisch und Nudeln, die Sopa Criolla, Anticuchos, der südamerikanische Kebap und Lomo Saltado, eine Köstlichkeit aus Rindfleischstücken, Zwiebeln und Paprikaschoten, die mit Reis und Bratkartoffeln angerichtet wird. Das Peruanische Essen ist sehr lecker und jedem Sprachreisenden, der etwas Neues erschmecken möchte, zu empfehlen.

Bedienungen erwarten in der Regel ein kleines Trinkgeld.

Das Land und seine Leute
In den Städten und den größeren touristischen Zielen sind die Einwohner mit Reisenden vertraut. Wer sich als Sprachreisender in das Inland und die weiter entfernteren Gebiete traut, wird die Landbevölkerung kennen lernen. Einfache, äußerst nette Bauern und Plantagenbesitzer. Für diese Leute sind ausländische Reisende noch etwas Besonderes.

Wer seine Spanischkenntnisse nutzt, wird schnell mit Ihnen ins Gespräch kommen und sich so in das Herz der Einwohner sprechen. Zur Begrüßung auf Kuba gibt man sich die Hand. Die Kubaner grüßen sich mit „Compañero.“ Als Sprachreisender sollten „Señor“ oder „Señora“ bei der Begrüßung benutzt werden. Kubaner haben zwei Nachnamen. Bei der Anrede benutzt man allerdings nur den ersten. Beim besuchen von Restaurants ist ein kleines Trinkgeld angemessen.

Nachtleben

Für nachtaktive Sprachreisende gibt es in Peru jede Menge Abwechslung. In den größeren Städten gibt es unzählige Bars, Restaurants, Peñas und Diskotheken. In den Peñas treten volkstümliche Musik-Gruppen und Tänzer auf, die eine beeindruckende Show liefern.

Für jeden Geschmack und Geldbeutel gibt es in Peru das richtige. So gibt es für Rucksackreisende viele gute Bars, in denen günstiges, lokales Bier, wie das Cusqueño verkauft wird. Wer während seiner Sprachreise eher im gehobenen Segment die Nacht vergehen lassen möchte, kann das in vielen Eleganten Bars und edlen Restaurants machen. In den Diskotheken wird viel Salsa und Merengue getanzt. Es handelt sich um sehr kontaktreiche Tanzstile, bei denen einem Sprachreisenden schnell heiß werden kann. Tanzen ist in der Regel nur tanzen, auch wenn es unter Umständen das ein oder andere Mal anders wirken kann. Die Peñas sind der perfekte Ort, um den Peruanern näher zu kommen. Es treten volkstümliche Musikanten auf und die Stimmung ist meistens ausgelassen und sehr gut. Häufig treten zu der Musik noch spektakuläre Tanzgruppen auf, die einen Abend schnell unvergesslich machen.

Lima
Lima ist die kulturelle und wirtschaftliche Hauptstadt des Landes. Rund ein viertel der gesamten Bevölkerung wohnt in der Stadt. Durch diesen Umstand bietet Lima auch das weitaus abwechslungsreichste Nachtleben. Es gibt alles, was es im ganzen Land gibt, nur manchmal noch besser, schöner und beeindruckender. Ein interessantes Viertel für die nachtaktiven Sprachreisenden ist Barranco. In diesem Viertel gibt es unzählige Bars und Diskotheken. Hier sollte auch über die puente de los respiros gegangen werden. Es heißt, dass der Wunsch, den man beim ersten Überqueren der Brücke hat, auch in Erfüllung geht.

Nachts sollten Reisende unbedingt auf Sicherheit achten und nicht unbedingt alleine zu Fuß nach Hause gehen. Auch beim Taxi sollte gut aufgepasst, Wertgegenstände sollten versteckt und nicht zur Schau getragen werden. Frauen sollten besonders acht geben.

Klima

Wer eine Sprachreise nach Peru plant, sollte berücksichtigen, dass es völlig verschiedene klimatische Bedingungen im gesamten Land gibt. Bei geplanten Reisen durch Peru, sollte an ausreichende, verschieden warme Garderobe gedacht werden.

Peru kann in drei Klimaregionen eingeteilt werden. Die erste Region, in der auch Lima liegt, ist die Costa, die Küste. Die zweite Region ist die Sierra, die das Hochland und die Anden umfasst. Die dritte Region ist die Regenwaldregion Selva. Die Regenwaldregion nimmt etwa 65 Prozent der Staatsfläche ein und ist somit die weitaus größte Klimaregion Perus. Die Temperaturen schwanken durch die Äquatornähe im Winter und Sommer nicht sehr stark. Die Regenzeit im Regenwald und in den Anden ist etwa von November bis März.

Costa
Die Costa steht stark unter dem Einfluss des Humboldtstroms, der kaltes Wasser und wenig Regenfälle bringt. Die Küstenregion ist weitgehend eine Küstenwüste und nur die Teile, die durch Flüsse bewässert sind, bieten gute landwirtschaftliche Eigenschaften. Etwa in der Mitte des Landes, an der Küste, liegt Lima. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei circa 18,2 Grad Celsius und der Niederschlag liegt bei nur dreizehn Millimetern im Jahr. Im Winter, der von Juni bis September dauert, liegt die Stadt und die Region den Vormittag und häufig auch den Rest des Tages unter dichtem Nebel. Die Temperaturen fallen im Schnitt auf etwa 15 Grad Celsius. Im Sommer von Dezember bis März, ist Lima von anhaltendem Sonnenschein und angenehmen Klima geprägt. Die Temperaturen liegen in dieser Zeit durchschnittlich bei 22, 3 Grad Celsius. Weiter nördlich von Lima nimmt der Niederschlag wieder leicht zu. Im Winter liegen die Temperaturen bei etwa 12 Grad Celsius, im Sommer bei 35 Grad Celsius.

Sierra
Die Sierra beginnt hinter der schmalen Küstenregion. Diese Region besteht aus mehreren Bergzügen der Anden und aus Tälern, die zwischen den Bergketten liegen. Die Anden erreichen, mit dem Huascarán, eine Höhe von 6.768 Metern. Im Norden reichen die Anden nicht über die Schneegrenze und sind dicht bewachsen. Im zentralen Gebiet sind die Anden eher steil, teilweise mit breiten Tälern und mit hohen Bergen, die von Schnee, ewigem Eis und Gletschern bedeckt sind. Im mittleren Süden werden die Anden mit 3.000 bis 4.000 Metern eher „hügelig“ und es gibt nur noch einzelne Berge über 5.000 Meter, die schneebedeckt sind. Auf 3.300 Metern liegt die jährliche Durchschnittstemperatur bei etwa 11 Grad Celsius. Von Oktober bis April sind in machen Regionen heftige Regenfälle zu erwarten.

Selva
Die Regenwaldregion beginnt östlich der Sierra. Der Übergang kann als fließend beschrieben werden, da es tropischen Bergwald gibt, der direkt in den tropischen Regenwald über geht, in dem milderes Klima herrscht. Die Temperaturen erreichen im Jahr im Schnitt etwa 26 Grad Celsius, bei hoher Luftfeuchtigkeit. Der Niederschlag in diesen Regionen kann bis zu 3.000 Millimeter pro Jahr betragen. Im Selva entspringen einige Quellflüsse des Amazonas. Der Regenwald ist fast undurchdringlich und fast nur mit dem Boot zu bereisen oder zu durchqueren.