Ob in der Midlife-Crisis, zu Zeiten längst ergrauter Haare, in pubertierenden Jahren oder zur gerade beginnenden Schulpflicht: Sprachkurse im Ausland gibt es für verschiedene Altersgruppen – und das ist wichtig für den Kurserfolg.

In jedem Alter noch das Sprechen lernen

Ob in der Midlife-Crisis, zu Zeiten längst ergrauter Haare, in pubertierenden Jahren oder zur gerade beginnenden Schulpflicht: Sprachkurse im Ausland gibt es für verschiedene Altersgruppen – und das ist wichtig für den Kurserfolg.

Sprachreisen mit dem Besuch von Sprachkursen sind für Jung und Alt eine effektive und dabei besonders schöne Möglichkeit eine Sprache zu erlernen oder die Kenntnisse zu erweitern. Dabei lässt sich die Sprachreise und vor allem auch der Besuch der Sprachkurse so gestalten, wie es zu dem Reisenden passt.
Denn Sprachreisen gibt es in Sprachschulen, Universitäten und Volkshochschulen. In verschiedenen Rahmen und unterschiedlicher zeitlicher Intensität. Vor allem aber auch ausgerichtet für verschiedene Altersklassen von Fremdsprachen-Lernern.

Kurse für Erwachsene

Das Lernen unter Gleichaltrigen ist nicht nur oft netter, die altershomogene Zusammensetzung ist wichtig, damit die Kursgestaltung auf die Bedürfnisse im Lernen dieser Altersgruppe zugeschnitten sein kann. So verfügen die Generationen nicht über dasselbe Auffassungs- und Konzentrationsvermögen und haben verschiedene Vorlieben bei Kursinhalten und Themen. Bei Kursen, die sich grundsätzlich an Erwachsene richten, wird seltener eine Trennung nach Alter vorgenommen. Für gewöhnlich spielt es für das Lernen auch keine große Rolle, ob die Teilnehmer 35 oder 45 sind. Wohl aber eine, ob die Lernenden 15 oder 25 sind oder sich im Seniorenalter zu einem Sprachkurs im Ausland entscheiden.
Deshalb werden neben den pauschalen „Erwachsenenkursen“ (meistens unterschieden nach bestimmten Zielgruppen, die nicht über das Alter definiert werden) am häufigsten Kurse angeboten, die sich speziell an Schüler richten und zunehmend auch solche, für Lernende ab 50 Jahren und älter. Wer einen Sprachkurs plant, sollte sich bei dem Veranstalter also immer nach Kursen für die jeweilige Altersgruppe erkundigen.

Sprechen lernen in Volljährigkeit

Ist ein Sprachkurs nicht für eine bestimmte Alters- oder auch Zielgruppe ausgelegt, so handelt es sich in der Regel um einen Erwachsenenkurs. Bei einem solchen gilt meist ein Mindestalter von 18 Jahren aber keine Begrenzung nach oben. Zwar sind diese Kurse dann nicht unbedingt altershomogen besetzt aber durch die fast immer stattfindende Trennung zwischen Schüler- und Erwachsenenkursen, brauchen beruflich Lernende nicht mit Schülern des Elementarbereichs unterrichtet werden.
Unter Erwachsenen entscheidender ist die Trennung der Teilnehmer nach verschiedenen Niveaustufen und Kursen für Anfänger bis Fortgeschrittene. Auch können die erwachsenen Kursteilnehmer eine eigene Zielgruppe bilden und damit nach gesonderten Zielen, nicht nach dem Alter getrennt werden. So durch spezielle Kurse, wie Business-Kurse oder durch Prüfungskurse in denen auf (internationale) Sprachabschlüsse oder Tests vorbereitet wird.

Als Schüler das Sprechen lernen

Die Schülersprachkurse werden am häufigsten für Schüler im Alter von 13 bis 17 Jahren angeboten. Aber auch Sprachkurse für 7 bis 12 jährige Schüler stehen im Angebot, ebenso wie Kurse für Jugendliche und Jungerwachsene von 16 bis 20 Jahren. Kinder und Jugendliche lernen anders als Erwachsene.
Vor allem aber haben sie andere Interessen und die Kursgestaltung, sowie die behandelten Themen, sollten dieser jungen Altersklasse gerecht werden. Bei ihnen gilt es vielmehr, Spaß am Lernen zu schaffen, die Schüler so bei Laune zu halten und die Motivation aufrechtzuerhalten.
Darum wird das Lernen in Schülerkursen häufig ganz anders strukturiert als in Kursen für Erwachsene. Die Unterrichtsmethoden sind dabei an die jungen Lernenden angepasst – möglichst abwechslungsreich, spielend, mit vielfältigem Medieneinsatz – und die Kursleitenden bemühen sich, eine andere Situation, Stimmung und Atmosphäre als im Unterricht der heimischen Schule zu schaffen. Schülerkurse werden normalerweise nur in den Schulferien angeboten (überwiegend Sommer- manchmal auch Osterferien). Zu anderen Zeiten bedarf es eines flexiblen privaten Anbieters.

Auch noch im Alter sprechen lernen

Das Angebot an Spezialkursen wächst. Hoch im Kurs stehen dabei Kurse, für ältere Generationen. Sogenannte 50+Kurse, oder auch Silver-Age- oder Evergreen-Programme richten ihre Kursgestaltung speziell für Personen aus, die seltener aus beruflichen Gründen oder zum Nachweis an einer Hochschule, an einem Sprachkurs im Ausland teilnehmen. Sprachreisende jenseits der 50 haben meistens ganz andere Motivation, eine Sprache zu lernen – tun dies häufiger als Erfüllung eines langgehegten Wunsches, wofür endlich Zeit und Muße ist.

Für viele ältere Generationen der Sprachreisenden in einem Sprachkurs, liegt der Schwerpunkt auf kultureller Bildung. Die meisten Spezialkurse vereinen deshalb auch das Lernen im Sprachkurs mit gemeinsamen Unternehmungen, um Land, Leute und eben vor allem die Kultur des Landes zu erkunden. Das kulturelle Leben wird so in freizeitlichen Aktivitäten erfahren.
Aber auch der eigentliche Unterricht ist an die Bedürfnisse der Lernenden angepasst. Neben ausgewählten Themen für die ältere Zielgruppe, wird auch das veränderte Lernen älterer Teilnehmender berücksichtigt. Entsprechend sind Tempo und Methoden des Unterrichts auf die reiferen Lernenden zugeschnitten.