Sprachreisen nach Russland – Russisch und eine neue Kultur kennen lernen

Die Figur mit rotem Mantel und weißem Bart symbolisiert im Gebiet der ehemaligen Sowjetunion den Weihnachtsmann und das Neujahrsfest. Auf einer Sprachreise nach Russland, besonders im Winter, begegnet fast jeder Väterchen Frost.

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Die russische Sprache und Kultur hat auch hierzulande viel Einfluss. Ob klassische Märchen oder Pop-Musik - Russland ist mit all seinen Eigenschaften allgegenwärtig. Russisch verstehen kann in vielen Fällen von Vorteil sein. Russland-Fans bemerken dies am besten während einer Sprachreise.

Die Großstädte Russlands locken mit großen Festen, denn die Russen feiern gerne, das ist allgemein bekannt. Der Russisch- Sprachschüler kann sich ein solches Fest zu Nutze machen, denn neben neuen Vokablen lernt der Sprachreisende russische kulinarische Köstlichkeiten kennen, die russische Kultur im allgemeinen und ganz nebenbei Russisch, eine sehr interessante Sprache.

Lerne Russlands Märchenfiguren kennen, um die Kultur zu verstehen

Auf einer Sprachreise wird den meisten Väterchen Frost begegnen, ganz besonders, wenn die Sprachreise im Winter stattfindet. Als Personifizierung des Winters und der eisigen Kälte entstammt Väterchen Frost ursprünglich dem russischen Märchen- und Folklore-Fundus. Er wurde – ähnlich wie bei uns der Weihnachtsmann – erst im Laufe des 20. Jahrhunderts als eine Modifikation des heiligen Nikolaus zu einer Figur des Weihnachtsfestes.

Russland hat schon immer die verschiedensten mystisch untermalten Vorstellungen erweckt. Westlich aber dennoch klassisch russisch ist der Vielvölkerstaat, der sich seit der Umgestaltung der Sowjetunion mit Gorbatschow vor fast 20 Jahren radikal verändert.

Der Schlüssel zum Verständnis

Die Sprachreise ermöglicht ein Verständnis zu dem, was sich zwischen Märchen und Wirtschaft in diesem Land abspielt. Während der Sprachreise wird dem Reisenden schnell auffallen, dass die russische Gesellschaft ihren Alltag häufig in Märchen widerspiegelt und zwar mit allen Eigenarten wie es sie eben nur in Russland gibt.
Wer in diesem Land mitreden, dem sei ein Russischkurs empfohlen. Russisch wird von etwa 163,8 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen, von denen etwa 130 Millionen in Russland leben, weitere 26,4 Millionen in den GUS-Staaten - also in Staaten der ehemaligen Sowjetunion - und im Baltikum sowie von weiteren etwa 7,4 Millionen Menschen in Ländern mit starker russischer Immigration wie beispielsweise Deutschland, USA und Israel.
Russisch ist Amtssprache in Russland, Weißrussland und offizielle Sprache in Kasachstan (mit Kasachisch als Amtssprache), Kirgisistan (mit Kirgisisch als Amtssprache) und der zur Ukraine gehörenden Autonomen Republik Krim (zusammen mit Ukrainisch und Krimtatarisch).

Russisch in Deutschland am meisten gesprochene Fremdsprache

Daneben gibt es russischsprachige Minderheiten in allen GUS- und baltischen Staaten sowie erhebliche Zahlen von russischsprachigen Emigranten in westlichen Industrieländern. In Deutschland lebt die größte Gemeinde russischer Muttersprachler außerhalb der ehemaligen Sowjetunion.
Russisch ist mit rund drei Millionen Sprechern nach Deutsch die am häufigsten gesprochene Sprache in Deutschland. Türkisch steht nach Deutsch und Russisch erst an dritter Stelle. In Israel bilden die etwa eine Million russischsprachigen Einwanderer ein Sechstel der Bevölkerung und damit die drittgrößte Sprechergruppe nach denen des Hebräischen und Arabischen. In den USA leben über 700.000 russische Muttersprachler, wobei die meisten in New York und Kanada wohnen. Die russische Sprache ist ebenso eine verbreitete Sprache für Wissenschaft, Kunst und Technik. Zählt man die Zweitsprachler hinzu, kommt man auf etwa 240 Millionen Russischsprecher.

Amtssprache in 14 Republiken

Der politische und technische Erfolg der Sowjetunion hat der russischen Sprache mehr Prestige gegeben. Mit dem Ende der UdSSR im Jahr 1991, war Russland somit die größte und wichtigste der 14 sowjetischen Republiken. Die russische Macht spiegelte sich auch in der Sprache wieder, denn Russisch wurde nun zur Amtssprache aller Republiken ernannt.

Geschichte

Die Geschichte der russischen Sprache geht auf das sechste Jahrhundert nach Christus zurück, als Sklaven in Richtung Balkan wanderten. Dieses Ereignis führte zu drei verschiedene Sprachgruppen, die gemeinsame Eigenschaften hatten und eine allgemeine Schriftsprache verwendeten. Diese Sprache wurde Altkirchenslawisch genannt. Die Modernisierung dieser Sprache schritt langsam voran, denn erst im 20. Jahrhundert wurde eine Rechtschreibreform durchgeführt.

Die russische Sprache ist die slawische Sprache mit den meisten Sprechern und gilt heute als Weltsprache. Sie bildet zusammen mit dem Ukrainischen (früher auch als Kleinrussisch bezeichnet), dem Weißrussischen und dem Russinischen die Gruppe der ostslawischen Sprachen und wird mit dem kyrillischen Alphabet geschrieben. Die russische Standardsprache beruht auf den mittelrussischen Mundarten in der Gegend um Moskau.