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Formalitäten

Eine Sprachreise ins Land der aufgehenden Sonne führt zu einem einmaligen und anregenden Erlebnis. Bei der Einreise nach Japan müssen allerdings gewisse Formalitäten beachtet werden, sonst kann die Einreise auch verweigert werden.

Jeder der über 16 Jahre alt ist, muss an jedem Flughafen in Japan bei der Einreise zusätzlich seine Fingerabdrücke abnehmen und digitale Fotos machen lassen, damit die Einreise gewährt werden kann. Der Reisepass ist in Japan in jedem Fall erforderlich und muss für die gesamte Aufenthaltsdauer gültig sein. Auch nötige Geldmittel (ein Kontoauszug) und ein Rückreiseticket müssen vorhanden sein.

Neben Transit- und Touristenvisum gibt es auch ein Arbeitsvisum für Japan. Sprachschüler reisen mit einem Touristenvisum ein und haben ein gültiges Visum für drei Monate. Wer seinen Aufenthalt verlängern möchte oder in Japan bleiben und arbeiten möchte, muss eine Verlängerung beziehungsweise ein Arbeitsvisum beantragen.

Die Visagebühren sind in Japan je nach Nationalität und Visaart unterschiedlich. Einige Länder erhalten ein kostenloses Visum. Informationen dazu bieten die jeweiligen konsularischen Vertretungen.

Für die Einfuhr von Vögeln muss eine Importbestätigung bei der Quarantänestation des jeweiligen Flughafens nachgewiesen werden. Auch bei der Einfuhr von Hunden und Katzen sind strenge Regeln zu beachten: Der Tierquarantäne-Service in Japan muss mindestens 40 Tage im Voraus benachrichtigt werden.

Alle Tiere, die nach Japan kommen, müssen mit einem Mikrochip gekennzeichnet und gegen Tollwut geimpft sein. Für Nagetiere wird ein Gesundheitszeugnis benötigt, ausgestellt vom Amtstierarzt des Herkunftslands. Nagetiere werden außerdem einer eintägigen Quarantäne unterzogen.

Unterkunft

Wer Freunde oder Verwandtschaft in Japan hat, sollte diese Möglichkeit nutzen, um kostengünstig eine Unterkunft für die Sprachreise zu finden. Die Sprachschulen vermitteln aber auch Gastfamilien in Japan.

Japans Unterkünfte sind im Allgemeinen sehr teuer und bestehen häufig aus „Etap Hotels“. Diese Hotels bieten Schlafkämmerchen oder Schlafröhrchen, ein Bad befindet sich auf dem Flur, Verpflegung gibt es keine. Die Unterkunft ist in Japan zwar sehr teuer, dafür lässt sich aber meist günstig Essengehen.

Hotels
Generell sind japanische Hotels im „westlichen“ oder im traditionellen Stil eingerichtet – manchmal auch in einer Kombination aus beidem. Die meisten Hotels in Japan bieten hohen Komfort. Teilweise wird auch eine traditionelle Teezeremonie durchgeführt. In den traditionellen japanischen Hotels trägt man keine Straßenschuhe, sondern die bereitgestellten Hausschuhe.

Reisstrohmatten und Schiebetüren aus Holz und Papier, japanische Bäder und der Ausblick auf einen der herrlichen japanischen Mini-Gärten vermitteln ein besonderes Ambiente. In allen Großstädten sind auch die sogenannten Kapsel-Hotels zu finden. In winzigen Kabinen kann man dort preiswert übernachten.

Vorschriften beim Einchecken
Seit April 2005 ist beim Einchecken in Hotels und anderen Unterkünften in Japan aus Sicherheitsgründen gesetzlich vorgeschrieben, die Staatsangehörigkeit, Reisepass-Nr. sowie Name, Adresse und Beruf des Besuchers an den entsprechenden Stellen des Formulars zur Registrierung auszufüllen und den Reisepass zur Kopie zur Verfügung zu stellen (Die Eigentümer der Unterkünfte sind verpflichtet, diese Kopien aufzubewahren).

Gesundheit

Wer nach Japan reist, braucht generell keine speziellen Impfvorschriften zu beachten. Eine Überprüfung des Impfpasses für eventuelle Auffrischungen vor der Sprachreise wäre jedoch sinnvoll.

Wer eine Sprachreise nach Japan unternimmt, sollte zur Überprüfung etwa acht Wochen vor Abreise mit seinem Arzt sprechen. Fragen zu Impfungen können dann besprochen werden. Dies ist für eine Sprachreise wichtig, da jedes Land andere Risiken und auch unterschiedliche Vorschriften hat.

Impfungen und Vorsichtsmaßnahmen
Hepatitis A und B kann in Japan wie in Europa auftreten. Gegen Hepatitis B sollten sich Reisende impfen lassen, die länger als einen Monat in Japan verbringen. Eine Impfung gegen Hepatitis A wird generell empfohlen. In den warmen und ländlicheren Gebieten kommt Japanische Enzephalitis vor. Wer sich dort aufhält oder wenn der Aufenthalt zur Regenzeit stattfindet, sollte sich impfen lassen. In besonderen Fällen können auch Impfungen gegen Meningokokken-Meningitis in Frage kommen. Für den normalen Japan-Urlauber sind sie nicht notwendig.

Landesweit besteht in Japan von April bis Oktober das Übertragungsrisiko von Borreliose / der Lymekrankheit durch Zecken. Schutz bieten Kleidung und gute Insektenschutzmittel.

Das so genannte Fleckfieber tritt im japanischen Buschland der Flusstäler im Süden auf. Das Fieber wird durch Kleiderläuse ausgelöst. Schutz hierfür bieten lediglich regelmäßige Körper- und Kleiderhygiene. Nur in seltenen Fällen sollte eine Impfung erwogen werden.

Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung in Japan ist mit der Versorgung in Europa zu vergleichen. Hygienisch und technisch sind die Krankenhäuser in einem sehr guten Zustand. Obwohl in den großen Städten englisch- und deutschsprachige Ärzte zur Verfügung stehen, kann die Kommunikation mit anderen Ärzten ausgesprochen schwierig sein. Generell gilt für Reisende nach Japan: Eine Auslandskrankenversicherung lohnt sich. Im Notfall werden dann auch Behandlungs- und Transportkosten erstattet.

Die Vogelgrippe
In Japan ist die Vogelgrippe (H5N1) in den vergangenen Jahren bei Geflügel aufgetreten. Der Verzehr von Geflügelfleisch oder Eiern ist nach derzeitigem Wissensstand unbedenklich, wenn diese gut gekocht sind. In den betroffenen Regionen ist aber der Verzicht auf das Halten von Ziervögeln vorgegeben. Ein gegen die Vogelgrippe wirksamer Impfstoff steht gegenwärtig nicht zur Verfügung.

Aktivitäten

Japan ist das Ziel einer faszinierenden Reise zwischen Vergangenheit und Zukunft, dynamischen Ballungsräumen und herrlichen Landschaften. Ob beim Wandern oder Schwimmen an der Küste: Vielfältige Aktivitäten sind auf der Japan-Sprachreise möglich.

Japan ist für Wanderfans ein ganz besonders Reiseziel, denn hier spürt man ganz intensiv das Spannungsverhältnis zwischen den wahnsinnigen Metropolen und der Abgeschiedenheit herrlicher Berg- und Küstenlandschaften. Ehrwürdige Pagoden, kunstvolle Zen-Gärten und eine einzigartige Natur verschmelzen mit Wolkenkratzern, innovativem Hightech und bunten Leuchtreklamen zu reicher kulturlandschaftlicher Vielfalt. Ausflüge zu Tempel- und Schreinanlagen im Nikko-Nationalpark sind immer eine Reise wert und bieten ein unvergessliches Erlebnis.

Zugfans unter den Sprachschülern sollten mindestens eine Fahrt mit dem Superschnellzug Shinkansen von Kyoto nach Nagoya machen. Wer zwischendurch auf Reisstrohmatten übernachten möchte, steigt in Shirakawa-gō aus und verbringt einen Tag an diesem Ort – ganz japanisch und traditionell. Die Fahrt im Shinkansen führt auch am heiligen Berg Fuji vorbei. Wer möchte, kann dort auch hinaufklettern, der Fuji ist ein beliebtes Ziel für Bergsteiger. Ganze 3.776 Meter misst der Fuji im Fuji-Hakone-Nationalpark.

Land & Leute

Wer eine Sprachreise nach Japan anstrebt, sollte sich vorher mit den Gepflogenheiten des Landes vertraut machen. Im Sprachkurs kann natürlich viel gelernt werden, trotzdem lauern überall Fettnäpfchen. Eines ist jedoch sicher: Eine Reise nach Japan ist ein Abenteuer.

Angekommen in der Sprachschule werden zuerst einmal alle Anwesenden begrüßt. Die Verbeugung ist die typische japanische Begrüßung. Um Respekt und Bescheidenheit auszudrücken, verbeugt man sich am besten tiefer als die andere Person. In der streng hierarchischen Gesellschaft Japans spielen Titel bei der Vorstellung eine große Rolle. Als Anrede dient der Familienname, an den die Silbe -san angehängt wird. Vornamen werden nur bei Freunden und Verwandten benutzt, bei Fremden gilt es als unhöflich, sofort den Vornamen zu nennen.

Das Gastgeschenk
Höflichkeit und Freundlichkeit sind das oberste Gebot in Japan. Um dies zu zeigen, bringen Gäste immer ein Gastgeschenk mit. Meistens ist es Obst oder Kuchen, wobei der Inhalt weniger zählt als die Verpackung. In Gegenwart der Geschenkgeber wird ein Gastgeschenk niemals geöffnet – man könnte den Geber ja enttäuschen, wenn beim Auspacken des Geschenkes keine zu große Freude über den Inhalt aufkommt. So wird die Ehre des Gastes gewahrt.

Beim nächsten Treffen ist nun der Gastgeber an der Reihe, ein Geschenk zu machen. Das Jahresende ist eine besonders wichtige Zeit für das Austauschen von kostbaren Geschenken an Verwandte, Freunde und Geschäftsleute, um sich bei ihnen für ihre Freundlichkeit während des Jahres zu bedanken.

Freizeit
Viele Japaner verbringen ihre Freizeit in Gruppen – perfekt für den Sprachaufenthalt, denn es gibt immer viel zu erzählen. Tanz, Theater und Sport sind beliebte Freizeitbeschäftigungen, aber auch Freunde und Verwandte werden oft besucht. Eine Einladung zum Karaoke-Singen sollte definitiv angenommen werden, da man sonst als Spielverderber gilt.

Punkte sammelt, wer deutsche Volkslieder trällern kann. Wem das zu peinlich ist, sollte eine Ersatzshow bieten: Trommeln oder Zungenbrecher vom Typ „Fischers Fritze“. Auch bei guten Freunden sollte man Umarmungen, Schulterklopfen oder Nähe und Berührungen zu anderen Japanern meiden. Distanz ist wichtig und wer dort eindringt, löst tiefes Unbehagen aus.

Harmonie
In der japanischen Kultur spielt die Harmonie eine wichtige Rolle. Japaner lehnen offene Konflikte ab. Daher ist es ratsam, persönliche Gefühle zu unterdrücken. Es ist in Japan äußerst unfein, sich persönliche Gefühle anmerken zu lassen oder sie gar anzusprechen.

Visitenkarten in Geschäften
Im Geschäftsleben in Japan spielen Visitenkarten eine zentrale Rolle. Der Tausch der Visitenkarten gleicht beinahe einem Ritual, daher sollte die Visitenkarte nie aus der Gesäß- oder Hosentasche gekramt, sondern aus einem respektablen Etui entnommen werden. Schon die Marke der Lederhülle sagt etwas über den Besitzer aus.

Die Visitenkarte wird nicht wie eine Skatkarte ausgeteilt, sondern mit der rechten Hand überreicht – am besten sogar mit beiden Händen. Das Ritual, sich über die Aussprache der Schriftzeichen und deren Bedeutung zu verständigen, erwartet zwar niemand – aber es beweist Kulturverständnis.

Nachtleben

Das Nachtleben in Japan spielt sich hauptsächlich in Großstädten ab, vor allem in Tokio. Für Sprachschüler ist Tokio definitiv eine Reise wert, allein schon, um dort mit vielen Japanern ins Gespräch zu kommen.

Am Abend, wenn die Menschen Feierabend haben und die Sonne untergegangen ist, entwickelt sich Tokio zu einer der wildesten Städte der Welt. Männer und Frauen wollen nun in Bars, Clubs und Restaurants entspannen und den Arbeitsalltag vergessen. Überall in der Stadt sind am Abend Menschen, es sieht so aus, als ob niemand schlafen würde.

Gewöhnlich gehen die Nachtschwärmer in Japan spät aus. Man nimmt die letzte S-Bahn, um in die bekannten Partyviertel Shibuya oder Shinjuku zu fahren. Die erste S-Bahn im Morgengrauen ist überfüllt mit müden Japanern, die auf dem Heimweg sind. Ein Taxi ist in Japan viel zu teuer, es sein denn, man hat das Glück, relativ zentral zu wohnen.

Shibuja, Shinjuku & Co.
Viele Bars und Clubs sind bis fünf Uhr morgens geöffnet und Tokio hat alles zu bieten – wenn man das nötige Kleingeld hat. Die meisten Ausgehattraktionen ziehen überwiegend junge Leute an. Für die ältere Generation werden hauptsächlich so genannte Männerlokale oder für gehobenes Niveau Geisha-Bars angeboten.

Für Touristen ist es sehr schwer, in eine Geisha-Bar zu kommen – diese sind sehr teuer und Außenstehende benötigen meist eine Einladung. In diesen Bars unterhalten talentierte Damen die japanische Männerwelt mit Kunst und Gesang. In den „normalen“ Herrenlokalen tanzen schöne Japanerinnen in knapper Kleidung oder führen auch andere unterhaltsame Shows vor.

Abzocke in Hostessen-Bars
Vorsicht ist bei den sogenannten Hostessen-Bars geboten: Diese existieren in Japan schon über Jahrhunderte. Schöne Frauen bestellen Drinks, unterhalten sich mit den Gästen, hören zu und nehmen sich der Probleme der Gäste an, geben vielleicht sogar Ratschläge – das Ego wird aufpoliert. Am Ende zahlt aber der Gast alle Getränke.

Egal wo in Japan: Der beste Ort, um Japans Nachtleben kennenzulernen, ist die Bar in der Nachbarschaft. Die meisten Japaner sind dort anzutreffen und kulturell kann jeder dort auf der Sprachreise nach Japan seine Erfahrungen sammeln.

Klima

Das japanische Klima ist sehr unterschiedlich ausgeprägt: von der kalt-gemäßigten Klimazone in Hokkaidō bis in die Subtropen in Okinawa. Winde beeinflussen Japan ebenso wie die monsunartige Regenfront im Sommer.

Im Frühsommer beginnt in Japan die Taifun-Saison, bei der vor allem der Süden und Südwesten Japans betroffen sind. Statistisch gesehen erreichen Japan die meisten Taifune im September, obwohl sie im Pazifikraum im August am häufigsten sind. Die Winde bringen durch die Lage Japans viel Schmutz und Smog in die Städte. Daher ist Japan ist stark von transnationaler Umweltverschmutzung betroffen.

Insgesamt kann Japan in sechs Klimaregionen aufgeteilt werden: Hokkaidō, Japanisches Meer, Zentrales Hochland, Seto-Inlandsee, Pazifik-Region und Nansei-Inseln. Während Hokkaidō von wenig Niederschlag sowie langen und kalten Winter geprägt ist, gibt es am japanischen Meer im Winter starken Schneefall und milde bis kühle Sommer.

Im zentralen Hochland Japans herrschen starke Temperaturunterschiede zwischen Sommer und Winter sowie Tag und Nacht und es gibt nur geringe Niederschläge. Am Seto-Inlandsee herrscht dagegen ganzjährig ein mildes Klima. Charakteristisch für die Pazifikregion Japans sind kalte Winter mit geringem Schneefall und heiße trockene Sommer. Die Nansei-Inseln südlich von Japan weisen ein subtropisches Klima mit warmen Wintern auf, das heiße, regelmäßige Taifune hervorbringt.