Gesundheit
Gesund durch Peru
In Peru gibt es einiges zu beachten. Wer sich gut vorbereitet, die aktuellen Informationen des auswertigen Amtes berücksichtigt und aufmerksam und vorsichtig während seiner Sprachreise ist, hat in der Regel nichts zu befürchten.
Sowie in fast allen mittel- und südamerikanischen Ländern muss auch in Peru auf Hygiene bei Nahrungsmitteln und Trinkwasser geachtet werden. Ansonsten können Infektionskrankheiten wie Hepatitis A, Typhus, Lambliasis, Bakterienruhr, Amöbenruhr und Wurmerkrankungen auftreten. Zur Eiswürfelzubereitung, zum Zähneputzen und zum trinken sollte abgepacktes Wasser genutzt werden. Wasser in Behältnissen wird überall angeboten. Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass die Verpackung noch ungeöffnet, originalverpackt und nicht beschädigt ist.
Das Wasser, das nicht verpackt gekauft wurde, sollte vor der Nutzung abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden. Milchprodukte, die aus ungekochter Milch bestehen, sollten gemieden werden. Der Konsum von Schweinefleisch, rohen Salaten, und Mayonnaise sollte vermieden werden. Es wird dringend vom Verzehr von Speisen aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten abgeraten. Gemüse sollte nur gekocht und Obst nur geschält gegessen werden. Fleisch- und Fischgerichte sollten nur gut durchgekocht und heiß zu sich genommen werden.
Mögliche Übertragungskrankheiten in Peru
In Peru besteht in einigen Gebieten die Gefahr einer Gelbfiebererkrankung. Von Sprachreisenden, die in das Amazonasgebiet und einige andere Gebiete reisen wollen, die von der WHO als gefährdungsgebiete ausgeschrieben wurden, müssen eine Impfbescheinigung für Gelbfieber nachweisen. Die Bescheinigung wird kontrolliert. Wer sie nicht nachweisen kann, wird entweder an der Einreise gehindert, in Quarantäne gebracht oder einer Zwangsimpfung unterzogen. Bei Aufenthalten in ländlichen Gebieten unter 2.300 Meter Höhe wird eine Schutzimpfung dringend empfohlen. Sprachreisende sollten sich vorher bei der Sprachschule und dem auswertigen Amt informieren, ärztlichen Rat einholen und in der Regel eine Schutzimpfung durchführen lassen.
Es besteht die Gefahr einer Cholerainfektion. Es sollte sorgfältig auf die Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene geachtet werden. Cholera tritt in Gebieten im ganzen Land auf. Es gibt eine Schutzimpfung, deren Wirkung umstritten ist. Vor der Reise sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.
Typhus kommt vor und es wird eine Schutzimpfung empfohlen. In einigen Gebieten, den Grenzgebieten zu Ecuador, Brasielien, Kolumbien, und Bolivien, sowie in Loreto, Ucayali, Piura, Madre de Dios, Luciano Castillo, Jaen, Junin, San Martín, Cerro de Pasco, Ayacucho, Cajamarca, Chachapoyas, Chanca-Andahuaylas, Cutervo, Cusco, Huancavelica, La Libertad, Lambayeque und Tumbes besteht erhöhte Malariagefahr.
Die gefährlichere Variante Plasmodium falciparum kommt in etwa 20 Prozent der Fälle vor. Es wird dringend dazu geraten, in den genannten Gebieten lange Kleidung zu tragen, ein wirksames Mückenschutzmittel zu verwenden und in der Nacht ein Insektennetz anzubringen. Es sollte zusätzlich eine Notfallmedikation mitgeführt werden. In den nicht genannten Gebieten besteht nur geringe oder gar keine Malariagefahr.
Hepatitis A und B kommen, wie in fast allen Ländern der Erde, im ganzen Land vor. Für Hepatitis A wird generell jedem Sprachreisenden geraten, eine Schutzimpfung durchführen zu lassen. Für Hepatitis B wird allen Jugendlichen und Kindern, sowie Reisenden, die einen engen Kontakt zur einheimischen Bevölkerung anstreben, eine Schutzimpfung empfohlen.
Für alle, die die Gefahr von Infektionsrisiken wie ungeschütztem Sex, unsauberen Spritzen und Kanülen oder Bluttransfusionen eingehen, besteht eine große Gefahr einer HIV/Aids-Erkrankung.
In einigen Regionen, wie Cajamarca, La Libertad, Lambayeque, und Piura, wurden Pestfälle gemeldet. Die Ansteckungsgefahr kann durch sichere Schlafplätze, die vor Ratten und Flöhen geschützt sind, häufigen Wäschewechsel und die Meidung des Kontakts mit Infizierten gering gehalten werden.
Im ganzen Land besteht die Gefahr einer Tollwutinfektion. Überträger sind zum Beispiel Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Es empfiehlt sich für Rucksackreisende, Kinder und Jugendliche, eine Schutzimpfung durchführen zu lassen. Bisswunden sollten schnellstmöglich ärztlich behandelt werden.
Weitere Übertragungskrankheiten durch Insekten
Chagas-Erkrankungen, das Dengue-Fieber, die Leishmaniose und das Fleckfieber werden durch Raubwanzen, Stechmücken, Schmetterlingsmücken und Kleiderläuse übertragen. Es wird eine häufige Kleider- und Körperhygiene, sowie lange Kleidung, ein wirksamer Insektenschutz und in der Nacht ein Insektennetz empfohlen.
Höhenkrankheit
Peru ist, hervorgerufen durch die Anden, ein recht hohes Land. In Höhenlagen über 2.500 Meter tritt häufig, die manchmal auch tödlich endende, Höhenkrankheit auf. Die Krankheit kann bei zu schnellem Aufstieg auftreten. Symptome, die häufig erst 24 Stunden später auftreten, sind Schlafprobleme, Kopfschmerzen, Schwindel, Erbrechen und zunehmende Luftknappheit. Falls die Symptome auftreten sollte beim Aufstieg eines Berges eine längere Pause gemacht werden. Falls keine Besserung eintritt, sollte auf unter 2.000 Meter abgestiegen und ein Arzt konsultiert werden.
Gesundheitsvorsorge in Peru
Die medizinische Versorgung des Landes ist mit Europa nicht zu vergleichen. Nur in einigen teuren Privatkliniken entspricht der Standard in etwa dem europäischen Standard. Die meisten Krankenhäuser und Ärzte sind technisch, apparativ, und/oder hygienisch problematisch. Hinzu kommen unzureichende Fremdsprachenkenntnisse der Ärzte. Die Kosten für die medizinische Behandlung müssen sofort bezahlt werden. Es sollte während der Sprachreise eine individuelle Reiseapotheke mitgeführt werden, die den Temperaturen des Landes entsprechend geschützt ist.
Zum Abschluss einer Reisekranken- und einer Reiserückholversicherung wird dringend geraten.
