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Geschichte & Kultur

Vom Fischerdorf zum touristischen Zentrum Mexikos

Die Geschichte von Playa del Carmen ist eng verknüpft mit der Halbinsel Yucatán. Das Gebiet der Mayas erstreckte sich vom Tiefland Yucatáns bis in das westliche Hochland Guatemalas.

Sprachreise Playa del Carmen Geschichte und Kultur

Bereits im siebten Jahrhundert vor Christus begannen die Maya, pyramidenförmige Tempel und Städte zu errichten, sodass die Region um das heutige Playa del Carmen mit der Zeit stärker besiedelt wurde. Eine besondere Bedeutung erlangte Playa del Carmen während der Frühklassik (250-600 nach Christus), als sich hier ein Fischerdorf der Maya namens Xaman-Ha befand.  Von hier aus war die Überfahrt zur Insel Cozumel möglich, auf der Tempel zu Ehren der Fruchtbarkeits-Göttin Ixchel errichtet worden, die vor allem für Frauen zu Pilgerstätten wurden.

Die Spanier nehmen die Halbinsel ein

Nachdem die spanische Eroberung Lateinamerikas (Conquista) begann, machten sich die Spanier ab 1527 daran, die Halbinsel Yucatán der spanischen Krone zu unterwerfen. Da die Mayas teilweise in Stammesrivalitäten verwickelt waren und ihnen eine Zentralgewalt fehlte, konnte der größte Teil der Region bis 1543 eingenommen werden.

Bis zur Unabhängigkeit Mexikos im Jahre 1810 war Yucatán Teil des Vizekönigreichs Neuspanien und Playa del Carmen wurde insbesondere als bedeutender Fischereihafen genutzt. Der 1847 entbrannte „Kastenkrieg“ zwischen aufständischen Maya-Bauern und der weißen Oberschicht resultiert 1901 darin, dass das Maya-Gebiet im Osten der Halbinsel zum mexikanischen Bundesstaat Quintana Roo zusammengefasst wird.

Playa del Carmens wird zum beliebten Reise- und Wohnort

Bis in die siebziger Jahre blieb Playa del Carmen ein gemütlicher Fischerort. Als mit der Zeit das touristische Potential des malerischen Dorfs entdeckt wurde, dauerte es nicht lange, bis sich erste Hotels und Restaurants dort ansiedelten. In den letzten dreißig Jahren ist die Bevölkerung auf über 100.000 Einwohner angestiegen und Playa del Carmen wurde zu einem der beliebtesten Reise- und Wohnorte in ganz Mexiko.

Traditionen der Mayas leben weiter

Laut Angaben des mexikanischen Instituto Nacional de Geografía leben in Yucatán heute noch 1.2 Millionen Maya-sprachige Menschen. Die Traditionen der Mayas sind im Gegensatz zu vielen anderen indigenen Kulturen somit auch heute noch lebendig. Nirgends wird die Vergangenheit der Maya-Hochkultur stärker erfahrbar als bei der Besichtigung ihrer Jahrhunderte alten Tempelruinen. In Playa del Carmen befinden sich direkt in Strandnähe, südlich des Hafens im Gebiet Playacar, zwei Maya-Stätten, die im siebten Jahrhundert erbaut wurden. Ihre Besichtigung ist kostenlos.

Kultur und Geschichte erkunden

Auch außerhalb von Playa del Carmen können beeindruckende Maya-Stätten bestaunt werden. Besonders bekannt sind die Ruinen in Tulúm, die sich auf einer Kalksteinklippe befinden. 40 Kilometer entfernt liegt Cobá, eine der ältesten Städte in Yucatán, in der sich ebenfalls mehrere Maya-Stätten befinden – unter anderem eine 42 Meter hohe Pyramide, deren 120 Stufen erklommen werden wollen.

Wer sich für die gesamt-mexikanische Geschichte interessiert, dem sei das Museo Mexicano im Herzen Playa del Carmens zu empfehlen: Das Museum stellt Relikte, Fundstücke, Münzsammlungen, Masken und vieles mehr aus, die unterschiedliche Epochen mexikanischer Geschichte dokumentieren. Es ist täglich geöffnet, der Eintritt kostet 60 Pesos.

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