Land & Leute
Höflichkeit kann Herzen und Türen öffnen
In einem großen Land wie Mexiko gibt es verschiedene Mentalitäten, doch höflich sind alle. Jeder Sprachreisende sollte seine ersten erlernten höflichen Floskeln anwenden, denn so öffnet er nicht nur die Herzen, sondern auch die Türen der Mexikaner.
In Mexiko begrüßt man sich mit einem Handschlag. Es wird jeder mit Handschlag begrüßet, auch wenn das etwas länger dauern kann. Erst wenn man vertrauter mit einer Person ist, umarmen sich Männer und Frauen, und geben sich einen Kuss auf die Wange.
Wenn man auf seiner Sprachreise unterwegs ist, sollte man unbedingt auf Höflichkeit achten. Wenn man beispielsweise in ein Restaurant geht und nicht freundlich grüßt, wird man schnell als arrogant abgestempelt und nicht mehr nett oder gar nicht mehr bedient.
Das Trinkgeld in Mexiko ist mehr als eine Anerkennung – es bildet für viele die Existenzgrundlage. Falls ein Mann mit einer Mexikanerin essen geht, sollte er die Rechnung der Frau bezahlen, denn es gilt als unhöflich, dies nicht zu tun. Männer halten Frauen die Tür auf und führen sie mit „festem Griff“ über die Straße.
Mexikanische Gastfreundschaft ist überwältigend
Wenn man als Sprachreisender einen Einheimischen kennengelernt hat und sich mit ihm verabredet, macht man das am Anfang in Bars und Restaurants. Wenn man sich näher kennt, wird man zum Essen nach Hause eingeladen. Diese Einladung sollte man auf keinen Fall ablehnen, das würde jeden Mexikaner beleidigen.
Es lohnt sich, denn die Gastfreundschaft der Mexikaner ist überwältigend. Für Ihre Gäste bereiten sie nur die besten Speisen und Getränke zu: „Mi casa es tu casa“ (Mein Haus ist dein Haus) ist in Mexiko nicht nur eine leere Floskel. Die Gastfreundschaft ist in Mexiko heilig. Ein Gastgeschenk ist üblich, doch pünktlich sollte man nicht sein, es wird allgemein nicht damit gerechnet und es könnte sogar als unhöflich angesehen werden.
Die falsche Fährte
Wenn man in Mexiko nach dem Weg fragt, kann es leicht passieren, dass man nicht an seinem Ziel ankommt oder zumindest weite Umwege macht. Das in Mexiko große Ehrgefühl und die Höflichkeit verbieten es vielen, eine Absage zu erteilen oder zuzugeben, dass sie den Weg nicht kennen. Es gibt natürlich viele, die den Weg richtig beschreiben.
Jedoch sollte man bei schwammigen und vagen Wegbeschreibungen wie etwa „mas o menos“ (mehr oder weniger) und „por alla“ (ungefähr dort) aufpassen und lieber noch eine weitere Person fragen.
Stolz, ein Mexikaner zu sein
Im Gegensatz zu Deutschen, bei denen das Nationalgefühl durch die Geschichte negativ geprägt ist, sind Mexikaner stolz auf ihre Flagge, auf die Nation und ihr Land. Die Kinder lernen in den Schulen die Nationalhymne und an Nationalfeiertagen hängen an fast jedem Haus die „Banderas“, die Flaggen. Auf diesen Stolz begründet, reagieren sie zuweilen äußerst empfindlich auf Kritik an Ihrem Land von Ausländern. Sie sind sich der Probleme bewusst und wissen, woran es mangelt – als Sprachreisender sollte man also am besten keine politische Diskussion beginnen. Man wirkt sonst schnell besserwisserisch.
