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Geschichte & Kultur

Vom Fischerdorf zum Hochglanz-Urlaubsort

Die Geschichte Cancúns reicht weit in das Zeitalter der Mayas zurück. Die größten Veränderungen der Stadt ereigneten sich jedoch in den letzten Jahrzehnten, als die mexikanische Regierung begann, das touristische Potential der Region auszuschöpfen.

Sprachreise Mexiko, Geschichte Cancún

Ursprünglich war die Halbinsel Yucatán das Siedlungsgebiet der Mayas. Dieses mesoamerikanische indigene Volk stellte eine Hochkultur dar: Sie errichteten Städte und Tempel, um ihre Götter zu verehren, hatten ein Schriftsystem, nutzen die Jagd und das, was ihre Umgebung ihnen bot.

Cancún war ursprünglich eine Insel mit der Karibikküste im Osten und der Lagune Nichupté im Westen. Die Insel stellte für die Mayas eine exzellente Möglichkeit zur Fischerei für ihre tägliche Versorgung dar. Im 16. Jahrhundert wurden die Halbinsel Yucatán sowie nach und nach ganz Mexiko von spanischen Eroberern wie Hernán Cortés eingenommen und ans spanische Königreich annektiert. Eins der Resultate dieser Conquista war, dass die Maya-Bevölkerung aufgrund der Kriege mit den Spaniern sowie durch Hungersnöte und Krankheiten stark dezimiert wurde, bis schließlich nur noch kleine Maya-Siedlungen auf der Isla Mujeres und der Cozumel-Insel übrig waren.

„Wiederentdeckung“ und touristische Förderung Cancúns

Ende der 1960er Jahre wurde die mexikanische Regierung auf die Gegend um Cancún aufmerksam und stellte Studien an, inwieweit die Region touristisch geeignet sei. Noch 1970 lebten nur wenige hundert Leute auf der Insel Cancún und im nahegelegenen Fischerdorf Puerto Juárez. Nachdem entschieden wurde, die Gegend finanziell zu fördern und die Tourismusindustrie dort anzukurbeln, waren schnell Städteplaner, Banken und Bauunternehmen vor Ort.

Über einen Damm wurde Cancún mit dem Festland verbunden und der Sandstrand wurde für die zahlreichen Hotelanlagen, die in den Folgejahren hier errichtet wurden, erweitert. Seither ist die Einwohnerzahl auf über eine halbe Million angestiegen, und die Stadt ist aufgrund ihrer exzellenten Lage und ihres warmen, sonnigen Klimas das ganze Jahr über eins der beliebtesten Urlaubs- und Flitterwochen-Ziele weltweit. Gemäß dem Plan der touristischen Förderung befinden sich hier neben der Masse an Hotels vor allem viele Reiseunternehmen, Einkaufszentren, Restaurants, Bars und Clubs.

Kultur und Geschichte in der Region um Cancún

Wer auf seiner Sprachreise auch Museen, Theater, Opern oder andere kulturelle Highlights erleben möchte, ist in Cancún quasi fehl am Platz. In der Stadt selbst befinden sich kaum Sehenswürdigkeiten oder Möglichkeiten für kulturelle Unternehmungen. Dennoch lässt sich die Geschichte der Region auf eindrucksvolle Weise erforschen: In mehreren umliegenden Orten können alte Maya-Städte, Ruinen und Tempel besichtigt werden.

In der Stadt Tulum (130 Kilometer südlich von Cancún) befindet sich eine Ruine der Mayas direkt auf den Klippen. Interessante Sehenswürdigkeit ist El Castillo, die Burg der Ruine. Weiter im Landesinneren (etwa 200 Kilometer westlich von Cancún) ist die Stadt Chichén Itzá gelegen.

Seit 20 Jahren ist sie UNESCO Welterbestätte und inzwischen auch eins der neuen sieben Weltwunder. Besonders herausragend: der Tempel von Kukulcan, eine Pyramide, die auf zwei Seiten Stufen aufweist und von außen – mit mehr oder weniger körperlicher Anstrengung – zu erklimmen ist. Wer sich über die Geschichte der Maya-Hochkultur auf Yucatán und im Gebiet um Cancún informieren möchte, wird von diesen Stätten und Ruinen beeindruckt werden.

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