Gesundheit
Sprachreise nach Ecuador: In Ecuador gesund bleiben
Wie in allen Ländern Südamerikas müssen auch in Ecuador einige Vorsichtmaßnahmen befolgt und beachtet werden. Sprachreisende, die sich an die Maßnahmen und Vorkehrungen halten haben nichts zu befürchten.
Im gesamten Land besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten. Dazu gehören zum Beispiel Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis und Wurmerkrankungen. Diese Krankheiten können durch verunreinigte Speisen und durch verunreinigtes Wasser übertragen werden. Wasser, das zum Zähneputzen, zur Eiswürfelherstellung und zum Trinken verwendet wird, sollte grundsätzlich abgekocht oder anders sterilisiert werden.
Es empfiehlt sich, abgepacktes Wasser zu kaufen und zu verwenden. Bei abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass es noch originalverpackt, ungeöffnet und unbeschädigt ist. Milch sollte außerhalb der Stadtgebiete nur abgekocht verzehrt werden. Rohe Salate und Mayonnaise sind bedenklich und sollten gemieden werden.
Gemüse sollte nur abgekocht und Obst nur geschält zu sich genommen werden. Fisch- und Fleischgerichte sollten nur gut durchgekocht und heiß gegessen werden. Es besteht die Gefahr einer Cholera-Erkrankung. Es sollte streng auf Hygiene beim Trinkwasser und der Nahrung geachtet werden. Eine Cholera-Impfung birgt viele Nebenwirkungen und die Wirkung ist umstritten, vor der Reise sollte daher ärztlicher Rat eingeholt werden.
Gelbfieber
Die Weltgesundheits-Organisation WHO empfiehlt, unabhängig von den Landesvorschriften, nachdrücklich die Impfung gegen Gelbfieber, da Ecuador als Land mit Gelbfieber-Infektionsgebieten gilt.
Die Provinzen Morona-Santiago, Napo, Orellana, Pastaza, Socumbios und Samora-Chinchipe sind hier zu als Gefahrengebiete zu nennen. Besonders dringend empfiehlt sich die Schutzimpfung für Sprachreisende, die außerhalb der Städte reisen, sich in Regenwaldgebieten und den östlichen Provinzen aufhalten.
Die WHO verlangt, sechs Tage nach der Reise in ein von der WHO ausgewiesenes Infektionsgebiet, eine Impfbescheinigung über Gelbfieber. Kinder unter einem Jahr benötigen keine Impfbescheinigung.
Übertragungskrankheiten in Ecuador
Die Gefahr von Malaria besteht in Ecuador ganzjährig in Gebieten unter 1.500 Metern. Die in Ecuador vorkommende, gefährlichere Form der Malaria, die „Plasmodium falciparum“, ist teilweise Chloroquinresistent. Lange Kleidung und wirksamer Insektenschutz werden empfohlen. Für Hepatitis A besteht landesweit erhöhte Infektionsgefahr.
Eine Impfung wird empfohlen. Hepatitis B, kommt wie in fast allen Ländern, vor, und es sollte bei längerem Aufenthalt, engerem Kontakt zur Bevölkerung, als Rucksackreisender und als Kind oder Jugendlicher eine Schutzimpfung vorgenommen werden. Hepatitis E kommt auch vor, eine Schutzimpfung kann noch nicht verwendet werden.
Aus der Provinz Chimborazo wurden Pest-Fälle gemeldet. Es sollte sich vor Flöhen mit häufigem Wäschewechsel geschützt werden. Der Kontakt mit Ratten und mit bereits erkrankten Menschen sollte vermieden werden. Eine prophylaktische Einnahme von Antibiotika wird bei beruflichen oder längeren Aufenthalten in Pest-Gebieten angeraten.
Tollwut, mit den häufigen Überträgern Hunden, Katzen, Waldtieren und Fledermäusen, kommt landesweit vor. Kindern und Jugendlichen, sowie Rucksackreisenden wird eine Schutzimpfung empfohlen. Bisswunden sollten schnellstmöglich ärztlich untersucht und behandelt werden.
Übertragungskrankheiten durch Insekten
Die Chagas-Erkrankung, die durch Raubwanzen übertragen wird, kann durch saubere Schlafplätze und ein Insektennetz verhindert werden. Das Dengue-Fieber, das hauptsächlich während der Regenzeit auftritt, kann durch lange Kleidung und einem wirksamen Insektenschutz verhindert werden. Ein Insektennetz während der Nacht ist auch hier empfehlenswert. Zur Vermeidung der Filariose, die vereinzelt auftritt, sollte ein wirksamer Insektenschutz verwendet werden.
Gesundheitsvorsorge in Ecuador
Sprachreisenden wird der Abschluss einer Reisekranken- und einer Reiserückholversicherung empfohlen. Da die medizinische Versorgung außerhalb der größeren Städte lückenhaft ist, sollte eine individuelle Reiseapotheke, die den unterschiedlichen Temperaturen angepasst ist, mitgenommen werden.
