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Land & Leute

Brasilien – ein multikultureller Vielvölkerstaat

Es gibt wohl kaum ein anderes Land auf dieser Welt, in dem eine große Menge unterschiedlicher Menschen friedlich und harmonisch zusammen leben wie in Brasilien. Viele behaupten, die schönsten Menschen kommen aus Brasilien. Um das herauszufinden, bietet sich eine Sprachreise an.

Sprachreise Brasilien Land und Leute

Brasilien ist ein Vielvölkerstaat und ist europäisch sowie US-amerikanisch geprägt. Bevor die Portugiesen das Land entdeckten, war Brasilien von den sogenannten indigenen Indianern bewohnt.

Sie waren in verschiedenen Volks-Stämme aufgeteilt und besetzten die eher kühleren Landstriche. Ihr Grundnahrungsmittel hieß Cassava oder Maniok, immer noch ein wichtiger Bestandteil der brasilianischen Küche. Da sie das fruchtbarste Land besetzt hatten, stießen die Indianer als erste mit den frühen europäischen Siedlern zusammen.

Durch Kriege Krankheiten oder Versklavung waren sie bald ausgerottet. Obwohl die Indianer fast vollständig aus Brasilien verschwunden sind, haben viele Brasilianer, vor allem die im Landesinneren, noch etwas indianisches Blut. Die portugiesischen Eroberer fingen im frühen 16. Jahrhundert Sklaven aus Afrika zu importieren. Vermehrt wurden sie in die Gegend um Rio gebracht. Dieser Einfluss ist heute noch zu sehen, denn heute besteht die brasilianische Bevölkerung in der Mehrheit aus Schwarzen und Mulatten.

Auch andere Europäer wie Deutsche, Franzosen und im Besonderen Italiener wanderten nach Brasilien ein. In der Gegend um Rio de Janeiro lebt eine internationale Oberschicht, in Südbrasilien leben hauptsächlich kleinbürgerliche Einwanderer- Kolonien und im Norden leben Indianerstämme, teilweise noch im Urwald und im Amazonasgebiet.

Die Metropole São Paulo pulsiert mit den modernen Unternehmern und der Arbeiterschaft sowie den zahlreichen Favelas und Slums am Rande der Gesellschaft.

Vielseitige Bewohner sorgen für eine vielseitige Küche

Brasiliens Bewohner sind so vielfältig wie die brasilianische Küche. Jeder Einwanderer hat in der Küche Spuren hinterlassen. Die zahlreichen kulinarischen Varianten sind einzigartig: Die Bahia-Küche geht auf die Zeit der Sklaverei zurück. Küchenreste und alles, was man fangen konnte, wurde mit Kokosmilch und Palmöl zubereitet. Besondere Spezialitäten sind Vatapá (Krabben, Fischöl, Kokosmilch, Brot und Reis), Sarapatel (Leber, Herz, Tomaten, Paprikaschoten, Zwiebeln und Soße) und Caruru (Krabben, Okra, Zwiebeln und Paprikaschoten).

Am Rio Grande do Sul werden Feinschmecker mit den berühmten Churrascos (gegrilltes Rindfleisch mit einer Soße aus Tomaten und Zwiebeln) verwöhnt und aus dem Amazonasgebiet kommen Pato no Tucupi (Ente in aromatischer Wildkräutersoße) und Tacacá (dickflüssige gelbe Suppe mit Krabben und Knoblauch).

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