Gesundheit
Gesund nach Brasilien
Eine Sprachreise nach Brasilien weckt die Abenteuerlust, und damit das auch in vollen Zügen genossen werden kann, sollten einige gesundheitliche Regeln beachtet und eingehalten werden.
Wer nach Brasilien reist, sollte sich vorher impfen lassen. Aktuelle Informationen können stets beim Hausarzt und in der Sprachschule erfragt werden. Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Sprachschülern verlangt.
Die Impfung sollte mindestens zehn Tage vor der Reise stattfinden. Eine Impfung gegen Cholera ist nicht unbedingt erforderlich, das Risiko einer Cholera Infektion in Brasilien besteht allerdings. Typhus kommt auch vor und wird vor allem bei längerem Aufenthalt und Rucksackreisen empfohlen.
Malaria ist auch in Brasilien vorhanden, besonders im Amazonasgebiet. Die brasilianische Malaria ist eine weniger gefährliche Malaria-Art, doch sie sollte keinesfalls unterschätzt werden. Malariaschutz ist daher ganzjährig erforderlich, ganz besonders in den meisten bewaldeten Gebieten.
Trinkwasser
Das Leitungswasser in Brasilien eignet sich zum Zähneputzen, aber nicht zum Trinken. Vor dem Trinken oder zur Eiswürfelzubereitung sollte es abgekocht werden.
Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist. Milch ist häufig außerhalb der Stadtgebiete nicht pasteurisiert und sollte sicherheitshalber abgekocht werden.
Fleisch- und Fischgerichte sollten nur gut durch gekocht und heiß serviert gegessen werden. Den Genuss von Schweinefleisch, Mayonnaise und Salat am besten vermeiden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.
Dengue-Fieber
Während des Sommers muss im Süden Brasiliens, insbesondere in den Bundesstaaten Rio de Janeiro und Sao Paulo, wieder mit neuen Ausbrüchen von Dengue-Fieber gerechnet werden.
Im Norden Brasiliens besteht ein ganzjähriges Risiko; dort sind vor allem die Staaten Ceara, Bahia, Maranhao, Paraiba, Pernambuco und Piaui betroffen. Ein wirksames Insektenschutzmittel ist sehr empfehlenswert. Landesweit tritt ebenfalls Filariose auf – durch Insekten verursacht. Ein Insektenschutz reduziert die Übertragungsgefahr.
Ein Schutz gegen Hepatitis A ist generelle empfohlen und bei längerem Aufenthalt auch Hepatitis B. Hepatitis B kommt vor allem im Amazonasbecken vor.
HIV/Aids
Das HI Virus ist weit verbreitet und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.
Gesundheitsvorsorge
Die medizinische Versorgung in Brasilien ist mit der in Deutschland zu vergleichen. Die großen Städte sind gut mit medizinischen Versorgungsgeräten ausgestattet. Auf dem Lande und in kleinen Dörfern sollte man allerdings nicht mit einer europäischen Versorgung rechnen.
Teure medizinische Geräte sind häufig nicht vorhanden. Die deutschen Auslandsvertretungen vor Ort stellen auf Wunsch Listen der ihnen bekannten deutsch- und englischsprachigen Ärzte zur Verfügung.
Das Hauptkrankenhaus in São Paulo ist das Hospital das Clinicas und die Kosten für eine optimale rundum Versorgung sind selbstverständlich hoch. Eine Auslandskrankenversicherung ist daher zu empfehlen, im Notfall wird der Rücktransport garantiert.
