Land & Leute
Sprachreise nach Schweden – ein Land voller Überraschungen
Schweden verändert sich: Schweden lockert nicht nur die Gesetze zur Zuwanderung von Arbeitskräften, sondern sie entwerfen auch Mode wie nie zuvor und erweitern zunehmend ihren kulinarischen Horizont.
Schwedische Traditionen bleiben dennoch erhalten: Noch immer werden in Schweden Mittsommer und Lucia gefeiert und die Gleichstellung der Geschlechter liegt den Schweden nach wie vor sehr am Herzen. Ein traditionelles Gericht in Schweden ist das Smörgåsbord, die kalte Platte.
Smörgåsbord
Um das Nationalgericht auf schwedische Art richtig genießen zu können, sollte jeder Besucher versuchen, die Gerichte in einer bestimmten Reihenfolge zu essen. Zuerst probiert man eingelegten Hering mit Salzkartoffeln, dann vielleicht einige weitere Fischgerichte wie geräucherten Lachs oder Anchovis, danach kalten Braten, Pastete, Rindfleischscheiben, gefülltes Kalbsfleisch oder geräuchertes Rentierfleisch.
Dann erst folgen warme Gerichte: Heringsgericht oder die berühmten Fleischklößchen Köttbullar. Zum Nachtisch gibt es traditionell Semlor, ein Hefegebäck mit Marzipan und Sahne. Um die trockene Kehle zu verwöhnen, wird gerne Aquavit oder Brännvin (Spirituosen) zum Smörgåsbord getrunken. Wein und Sekt sind viel zu teuer. Generell ist Alkohol teuer in Schweden und unter 20-Jährige dürfen ihn erst gar nicht kaufen. Schnaps und andere Spirituosen sind nur in bestimmten Lokalen erhältlich. Den freundlichen Schweden macht dies nichts aus, ganz nach dem Motto: Wenig Alkohol ist sowieso gesünder.
Weniger Rauchen, mehr Sport
Auch beim Rauchen sind die Schweden strenger als die Deutschen: In ganz Schweden gilt Rauchverbot auf allen öffentlichen Plätzen, Gebäuden sowie in Restaurants oder Cafés.
Schweden angeln gerne, fahren Fahrrad oder sind begeisterte Wassersportler. Generell sind die Schweden sehr naturverbunden und wenn sie nicht gerade arbeiten müssen, widmen sie sich einem Outdoor-Sport wie Wandern oder Windsurfen.
Die Schweden legen viel Wert auf Höflichkeit und Freundlichkeit. Im Allgemeinen ist das „du“ üblich und wird auch sofort angeboten. Wenn Sprachschüler einmal auf einer traditionell schwedischen Party eingeladen sein sollten, sollten sie nicht trinken bevor der Gastgeber sein Glas hebt und einen Trinkspruch ausgesprochen hat. Nach dem Essen bedankt man sich üblicherweise mit „Tack för maten“ bei Koch oder Köchin.
