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Geschichte & Kultur

Geschichte Göteborgs – Prähistorisch und wirtschaftlich

An der Stelle des heutigen Göteborgs fand schon im Steinzeitalter eine richtige Belagerung am Ausfluss des Göta älvs statt.  Das ist der heutige Stadtteil Sanna. Aus prähistorischer Zeit kann man heute in Göteborg in Stein geritzte bildliche Darstellungen bestaunen.

Sprachreise Göteborg Geschichte und Kultur

An der Stelle des heutigen Göteborgs lebten schon viele Menschen über mehrere tausend Jahre. Wegen der häufigen Plünderungen durch Seefahrer und Piraten flüchteten schließlich die Einwohner des damaligen Göteborgs um 1100 flussaufwärts.  Dort entstand die nun heute älteste Vorgängersiedlung, Gamla Lödöse. Ein anderer Vorläufer Göteborgs war die Festung Älvsborg. Im 13. Jahrhundert wurde die Festung Älvsborg an den Klippen des heutigen Stadtteils Kungsladugård gebaut. Lödöse lag zu weit vom Flussdelta entfernt, weshalb man eine neue Stadt, Neu Lödöse, im Jahr 1473 an der Mündung des Flusses Säveån in den Göta Älv baute. Heute befindet sich dort der Stadtteil Gamlestaden.  

Festung Älvsborg war zweimal dänisch

Um die Festung Älvsborg herum bildete sich ebenfalls ein Dorf, in Richtung Westen. Älvsborg wurde in den Jahren 1563 und 1612 von den Dänen erobert und so mussten die Schweden zweimal hohe Ablösesummen bezahlen, um die Festung zurück zu kaufen.

Göteborg im 17. Jahrhundert

Karl IX. legte im Jahr 1603 eine Stadt auf Hisingen an, der heute viertgrößten Insel Schwedens.  Jedoch wurde die Insel im Jahr 1612 von Dänemark im Kalmarkrieg (1611–1613) abgebrannt. Das heutige Göteborg wurde 1619 durch König Gustav II. Adolf gegründet und schließlich bekam Göteborg im Jahr 1612 das Stadtrecht. Während des 17. Jahrhunderts ließen sich dort viele protestantische Einwanderer aus den Niederlanden, Deutschland und Großbritannien nieder.

Diese spielten später für Göteborgs Entwicklung eine große Rolle. König Gustav II. Adolf beschäftigte die Niederländer im Stadtbau, weil sie zu dieser Zeit Spezialisten im Bauen auf Marschboden waren. Dafür bekamen sie viele Privilegien wirtschaftlicher und rechtlicher Art. Der niederländische Einfluss war an den heute größtenteils zugeschütteten Grachten der sehenswerten Altstadt zu erkennen.

Göteborg zwischen Norwegen und Dänemark

Nördlich der Stadt lag damals noch Norwegen, südlich direkt Dänemark. Die Stadt wurde dementsprechend als befestigter Außenposten Schwedens angelegt. So wurde Göteborg mit der Zeit eine der am stärksten befestigten Städte in Nordeuropa, mit Steinmauern und einem zickzackförmigen Stadtgraben.

Göteborg wächst im 18 Jahrhundert und mit der Stadt die Wirtschaft. Fischerei und Hafen prägen den Handel und Wandel. Auch große Mengen an Eisen- und Holzwaren wurden exportiert. Schließlich wurde im Jahr 1731 die Schwedisch-Ostindische Kompanie gegründet. Dadurch wurde der Handel mit China und dem Fernen Osten generell deutlich beflügelt. Göteborgs Bedeutung als Warenumschlagsplatz nahm stetig zu. Nach dem Gesetz war es das einzige Unternehmen, das Handel mit Indien und China betreiben durfte. Dadurch wurde Göteborg zum Zentrum für den Handel mit China und dem übrigen Fernen Osten. Zwischen 1731 und 1806 verkehrten zahlreiche Schiffe nach Bombay und Guangzhou, was enorm zum wirtschaftlichen Aufschwung der Stadt beitrug.

19. Jahrhundert – Göteborgs Dom wird erbaut

Der Dom zu Göteborg wurde relativ spät gebaut, erst in den Jahren 1802 bis 1815. Bis heute sind davon  der ehemalige Wallgraben und die Grünanlagen noch erhalten geblieben. Nach Napoleons Fall im Jahr 1815 ging die französische Blockade zu Ende und damit flaute der Boom als Handelsstadt auch ab. Viele Unternehmen in Göteborg meldeten Konkurs an, der Handel mit Ostindien brach ab. Doch Göteborg blieb weiterhin wichtig: Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich eine Werftenindustrie: (1841: Götaverken, 1844: Lindholmen, 1850: Eriksberg) und viele Banken wurden gegründet, die die wirtschaftliche Entwicklung Göteborgs beeinflussten.

20. Jahrhundert – Göteborgs Hafen wird größter Nordeuropas

Im 20. Jahrhundert entwickelte sich der Hafen Göteborgs zum größten Exporthafen Nordeuropas. Dazu trugen sicherlich auch die neu gegründeten international ausgerichteten Industrieunternehmen der Stadt bei. Seit dem Ende des 20. Jahrhundert entwickelte sich Göteborg zu einem Ort für sportliche wie politische Großereignisse. Im Jahr 1995 war die Stadt Austragungsort der Leichtathletik-Weltmeisterschaft, und im Jahr 2006 fanden hier die Leichtathletik-Europameisterschaften statt.  

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