Geschichte & Kultur
Aus drei mach eins – vom Bauernhof zur Stadt
Die niederländische Stadt entstand ursprünglich aus einem Zusammenschluss von drei verstreut gelegenen Bauernhöfen. Etwa 300 vor Christus entstand die kleine Bauernhof-Siedlung. Das heutige Stadtzentrum entstand allerdings erst um 700 nach Christus.
Groningen hieß ursprünglich Cruninga und entstand aus einem losen Zusammenschluss von drei oder vier verstreut gelegenen Bauernhöfen. Dort, wo sich heute der Marktplatz befindet entstand die eigentliche Stadt, die feste Besiedelung. Namentlich wurde Groningen erstmals im Jahr 1040 erwähnt.
Handelszentrum Groningen
Die Stadt Groningen befindet sich in einem ehemaligen Moor- und Sumpfgebiet auf einer sandigen Erhebung – dem sogenannten Drentschen Plateau. Durch ihre Lage konnte die Stadt eine zentrale Bedeutung in der Region erlangen. Viele Handelsreisende, die mit England und vielen Ostseeländern handelten, ließen sich hier in Groningen nieder. Und bis zum 17 Jahrhundert entwickelte sich Groningen zu einem Handelszentrum – im goldenen Zeitalter der Niederlande. Im Jahr 1594 wurde Groningen zusammen mit den umliegenden Gebieten ein Teil der Republik der Vereinigten Niederlande.
Bommen Berend und der Feiertag
Groningen hat bis heute einen lokalen Feiertag mit vielen Aktivitäten, der sich auch historisch begründet: Im Jahr 1672 versuchte der Bischof von Münster (Christoph Bernhard von Galen) die Stadt zu besetzen. Er hatte ein Faible für die Artillerie und wollte Groningen mit Belagerung und Kanonenbeschuss besetzen. Sein Spitzname kam daher nicht von ungefähr: „Bommen Berend“ („Kanonenbernhard“). Sein Angriff konnte Groningen erfolgreich abwehren. Heute erinnert an dieses Ereignis ein Feiertag in Groningen.
Zweiter Weltkrieg und danach
Groningen erlitt erhebliche Schäden im zweiten Weltkrieg: Als im April 1945 die Alliierten Groningen erreicht hatten, stießen sie auf heftigen Widerstand der deutschen Besatzungstruppen. Ein Teil der Innenstadt musste durch heftige Straßenkämpfe erobert werden. Viele Gebäude in Groningen sollen nun durch schönere ersetzt werden.
