Wie läuft die Anreise ab: Hat Neapel einen internationalen Flughafen?
Neapel kann von Deutschland aus über verschiedene Wege leicht erreicht werden. Am einfachsten ist die Anreise per Flugzeug. Tuifly, Airberlin, Lufthansa fliegen Neapel häufig an. Busse verkehren vom Flughafen Neapel bis zum Hauptbahnhof, Stazione Centrale. Der Flughafen von Neapel ist etwa sieben Kilometer vom Zentrum entfernt. Er ist der wichtigste Flughafen Süditaliens und heißt offiziell: Aeroporto di Napoli-Capodichino. Da das Flughafengelände keine weiteren Ausbaumöglichkeiten mehr bietet und von städtischen Siedlungen umgeben ist, wird seit einigen Jahren daran gedacht, den bei Caserta liegenden Fliegerhorst Grazzanise in einen neuen internationalen Flughafen für Neapel auszubauen. Neapels flughafen wird auch von der US-Navy genutzt.
Wie gut sind die Infrastruktur und das Netz öffentlicher Verkehrsmittel?
In Neapel geht man am besten zu Fuß oder fährt mit einem Motorroller. Das öffentliche Nahverkehrssystem ist auch ganz gut ausgebaut. Das Bahnsystem ist recht neu und besitzt nur zwei Linien, die für längere Strecken konzipiert sind. Die Bahn in Neapel fährt auch Ortschaften im Umland an. Für den innerstädtischen Verkehr gibt es Busse, die auch ziemlich gut funktionieren und vergleichsweise günstig sind. Weil sie so günstig sind, sind die Busse auch häufig sehr überfüllt und den deutschen Höflichkeitsabstand kennen die Neapolitaner nicht. Die Fahrgäste drücken sich eng aneinander. Hier ist Vorsicht vor Taschendieben geboten. Wer die überfüllten Busse meiden möchte, weder zu Fuß noch per Vespa unterwegs sein kann, steigt auf Taxis um. Auch hier gilt: Fahrpreis aushandeln. Zwischen Ober- und Unterstand verkehren drei Bergbahnen, die auch zum öffentlichen Nahverkehr gehören.
Was ist das ultimative Erlebnis in Neapel?
Das ultimative Highlight von Neapel ist ein Besuch in die nahegelegene antike Stadt Pompeji. Archäologen haben dieses in Asche konserviertes Dorf entdeckt, das vor über 3500 Jahren bei einem Ausbruch des Vesuvs verschüttet wurde. Zahlreiche ähnliche Fundplätze in der Gegend lassen darauf schließen, dass die Gegend um Neapel dicht besiedelt war. Ein Besuch im antiken Pompeji ist überwältigend: Bei einem Spaziergang durch die Ruinen Pompejis spürt man regelrecht die antiken Sozialstrukturen und das damalige Leben – hautnah.
Canzone, Camorra, Pizza – was gehört zu Neapel?
Neben der pittoresken Lage ist Neapel auch reich an Besonderheiten: Canzone, Camorra und Pizza sind die drei Schlagwörter, die mit Neapel in Verbindung gebracht werden. Neapel ist der Entstehungsort der Canzone Napolitana (nicht zu verwechseln mit der "gefüllten Pizza" Calzone), die schon im Mittelalter ein Begriff war. Diese Volksmusik gilt als inbrünstig und romantisch, der bekannteste Vertreter der Canzone ist das Lied "O sole mio".
Camorra gehört wie Canzone auch zu Neapel. Die Camorra ist eine süditalienische Mafia-Organisation, die u.a. auch in Neapel aktiv ist. Schwarzhandel und Straßenkriminalität werden ihrem Konto zugeschrieben. Sprachreisende und andere Besucher müssen sich keine Sorgen machen, denn sie kommen mit der Mafia meist nie in Verbindung. Die Kriminalitätsrate von Neapel ist zurückgegangen und soll mittlerweile hinter der von Rom liegen.
Die Pizza wurde in Neapel geboren. Daran soll das jährliche Pizzafest im September erinnern. Auf dem Mostra d’Oltremare, dem neapolitanischen Messegelände wird der Pizza mit Musikveranstaltungen und Backwettbewerben gehuldigt.