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Geschichte & Kultur

Vom Kloster zur Metropole – Sprachreise nach Cork

Die irische Hafenstadt Cork wurde von St. Finbarr, Bischof von Cork, im 7. Jahrhundert nach Christus gegründet. Der Legende zufolge soll durch den Heiligen Finbarr in der Zeit zwischen 500 und 600 ein Kloster auf der Flussinsel gegründet worden sein.

Sprachreise Brighton Geschichte und Kultur

St. Finbarr spielt in Cork auch heute noch eine wichtige Rolle. Er soll in der Grafschaft Kilkenny studiert haben, gründete das Kloster in Cork, lebte dort und wurde in Gill Abbey begraben, dort wo heute die St. Finbarrs Kathedrale in Cork steht. Heute gehört Cork mit den rund 120. 000 Einwohnern zur zweitgrößten Stadt Irlands und ist gleichzeitig wichtige Hafenstadt. Auf irisch heißt Cork „Corcaigh“, was Marschland bedeutet.

Cork wird offiziell zur Stadt und Hochburg der Protestanten

Im Jahr 1185 verlieh König Johann von England Cork per Urkunde die Stadtrechte. Die meiste Zeit während des Mittelalters war die Stadt ein Außenposten der englischen Herrschaft in einer überwiegend feindlich gesinnten Umgebung von irischen Clans, weit entfernt vom zentralen englischen Herrschaftsgebiet des Pale um Dublin.

Die Hafenstadt exportierte vor allem Wolle, Häute, Salz, Eisen und Wein. Im Jahr 1641 wurde Irland von einer katholischen Rebellion erschüttert, bei der mehrere tausend protestantische englische Siedler von den Aufständischen getötet wurden. Zu dieser Zeit war Cork eine protestantische Hochburg und wurde zu einem Zufluchtsort für die Siedler. Cork blieb lange in englischer Hand und damit protestantisch dominiert.

Französischen Straßennamen

Im 18. Jahrhundert war Cork immer noch ein Zufluchtsort und zwar für französische Hugenotten. Der französische Einfluss zeigt sich heute noch in Straßennamen, wie etwa „French Church Street“.

Zum Ende des Jahrhunderts erlebte die irische Stadt durch den stark expandierenden Hafen und die entstehenden Glasmanufakturen eine wirtschaftliche Blütezeit. Der Butterexport nach Europa und Nordamerika verschaffte Cork einen für irische Verhältnisse beträchtlichen Wohlstand.

Bevölkerungsexplosion, Hungersnöte und Auswanderung

Durch Zuwanderer vom Land wuchs Cork im 19. Jahrhundert immer mehr. Aufgrund von Hungersnöten und Armut in ländlichen Gebieten flohen die Menschen in die Stadt. Die Stadt konnte diesen Zustrom kaum bewältigen, so dass viele Menschen in katastrophalen Verhältnissen leben mussten.

Außerdem sorgte der Zuwachs an überwiegend katholischer Bevölkerung dafür, dass der protestantische Einfluss in der Stadt schwand. Das 19. Jahrhundert war das Jahrhundert der Auswanderung in Irland. Cork und  das nahe gelegene Cobh wurden seit 1825 zu den wichtigsten Auswanderungshäfen Irlands.

Erholung

Noch bis weit ins 20. Jahrhundert war Cork eine Hochburg von Konflikten zwischen radikalen irischen Nationalisten und dem britischen Staat. Immer wieder kam es zu Kämpfen zwischen der IRA und britischen Sicherheitskräften, da die Mehrheit der IRA Einheiten den Anglo-irischen Vertrag von 1921 nicht akzeptierten.  Heute ist Cork eine Handelsstadt und kulturelles Zentrum Irlands.

Musik, Theater, Literatur und gutes Essen sind essentielle Elemente in Cork. Durch den Export von Lebensmitteln, insbesondere Butter in bester Qualität hat sich Cork nun einen Namen gemacht. Wer in Irland die besten Restaurants besuchen will, sollte nach Cork gehen.  

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