Geschichte & Kultur
Oxford: Vokabeln lernen und historische Luft atmen
Eine Sprachreise nach Oxford ist eine Reise in die Geschichte des Ortes. Nicht nur neue Vokabeln werden aufgenommen, sondern gleich traditionelle Geschichten.
Der Name der Stadt Oxford tauchte zum ersten Mal zur Zeit der Sachsen unter dem Namen Oxanforda auf. Dieser Name geht zurück ins 8. Jahrhundert, auf die Gründung eines Klosters einer sächsischen Prinzessin. In der angelsächsischen Chronik wurde Oxanforda erstmals 912 erwähnt. Zwei Jahrhunderte später wurde Oxford militärisch sehr wichtig, denn dort kämpften die Königreiche Mercia und Wessex gegeneinander. Die berühmte Universität wurde urkundlich erstmals im zwölften Jahrhundert erwähnt.
Oxfords Universitäten: College und Kathedrale in Einem
Die ersten Colleges von Oxford waren Kirchen oder Kathedralen, die dann erweitert wurden. Die erste Universität Oxfords wurde im Jahr 1167 gegründet. Schon früh bekamen die heiligen Stätten eine doppelte Funktion: Kathedrale und College. Dozenten, Professoren und Studenten konnten in dieser Zeit besondere Privilegien genießen, die ausschließlich für sie bestimmt waren. Dies verursachte große Spannungen zwischen den Studenten und den Einwohnern Oxfords und erforderte nicht selten Tote. Oxford bekam im Mittelalter den Ruf: „Stadt der Krawalle“.
Das kosmopolitische Oxford heute
Später wurde Oxford durch seine zahlreichen Händler bekannt und nahm an Wichtigkeit zu. Oxford wurde ein wirtschaftlich wichtiges Zentrum bis ins 20. Jahrhundert. Die Automobilproduktion in den 1960er Jahren brachte viele Gastarbeiter nach Oxford.
Zusammen mit den Einwanderern aus Südostasien und den vielen Studenten geben sie der Stadt einen kosmopolitischen Charakter. Das gilt besonders für den Stadtteil Headington und die Cowley Road im Stadtteil Temple Cowley mit ihren vielen Kneipen, Cafés, Restaurants, Clubs, Asia Shops und Fast-Food-Restaurants. Heute ist die Autoproduktion immer noch eine wichtige Industriebranche in Oxford.
