Land & Leute
Vorurteile: viel Regen, schlechte Küche, schwarzer Humor
England und Großbritannien haben mehr zu bieten als die üblichen Klischees. Auf einer Sprachreise kann man Englands andere Seite kennenlernen: Die feine englische Art, die gehobene Sprache im sogenannten Oxford Englisch oder die Teekultur der Inselbewohner.
England ist der größte und am dichtesten besiedelte Landesteil im Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland. England wird häufig als Synonym für die gesamte Insel Großbritannien verwendet. Dabei ist England ein Teil des Vereinigten Königreiches.
Die Engländer legen viel Wert auf Höflichkeit und Privatsphäre. Wird man einer Person neu vorgestellt, gibt man sich nur die Hand. Umarmungen oder Begrüßungsküsschen sind für vorerst Fremde eher untypisch. Neben Big Ben und London Eye ist der Nieselregen wohl auch eines der bekanntesten Erkennungsmerkmale Englands.
Sitten und Gebräuche in England
Generell sind die Engländer sehr gastfreundlich. Auf einer Feier beginnt man mit dem Essen erst, wenn alle bedient sind, danach geht man zum lockeren Teil über und trinkt. Die schnellen Speisen in England sind bekannt als „Fish’n‘Chips“ oder „English Breakfast“. Viel Ei, Speck und Toast gehören zu einem klassischen englischen Frühstück. Die englische Hauptmahlzeit ist das Abendbrot. Hierbei geht es nicht nur um das Essen, sondern vor allem auch darum, Zeit mit Familie und Freunden zu genießen. Ein Abendbrot kann daher bis tief in die Nacht andauern. Lange und laute Gespräche sind hier ein Muss.
Viele denken bei England traditionell an die britische Teekultur. In zahlreichen britischen Überseegebieten und ehemaligen Kolonien ist dies auch der Fall – jedoch sind neben Gin und Whiskey auch Portweine und Sherry ein wichtiges Exportprodukt der Briten. Um vier Uhr am Nachmittag ist Teatime – überall. Egal ob halb- oder ganztags gearbeitet wird, Kuchen und Kekse werden dazu gegessen. Diese Kultur ist im gesamten Commonwealth zu beobachten.
Pub-Kultur in England
In britischen Pubs wird stets an der Theke bestellt und sofort bezahlt. Heißgetränke oder verschiedene Kaffeesorten findet man im Pub vergeblich. Dafür gibt es extra Coffee-Shops. Bier vom Fass wird in Pint- (0,57 l) beziehungsweise in Half-Pint-Gläsern (0,28 l) bestellt. Bis vor einiger Zeit gab es in England noch die Sperrstunde um 23 Uhr. Eine Glocke läutete die letzte Runde ein. Zeit zum Austrinken gab es, aber dann hieß es: schnell nach Hause. Seit 2005 ist die britische Sperrstunde Geschichte. Die Pubs dürfen nun auch länger geöffnet haben.
