Geschichte & Kultur
Zwischen rituellen Begräbnissen und gesalzenen Heringen
Aalborg ist heute eine Großstadt ind er dänischen Region Nordjütland oder auch Nordjylland genannt. Die ersten Siedlungen im heutigen Stadtgebiet sind Ausgrabungen, die meisten schon mehr als 1000 Jahre alt.
Nördlich von Aalborg, am Lindholm Høje, einem Hügel, fanden vor etwa 1000 Jahren rituelle Begräbnisse statt. Das Gräberfeld von Lindholm Høje ist mit 682 Gräbern Dänemarks größtes Gräberfeld. Die Toten wurden zusammen mit ihren Grabbeigaben verbrannt und in einem Grab beigesetzt, das oftmals durch eine Steinsetzung markiert ist. Diese Gräber stammen aus der Zeit zwischen 800-1.000 nach Christus und zeigen noch keinen Einfluss des Christentums. Damals herrschten die Könige Gorm, Harald Blauzahn und Sven Gabelbart.
Stadtrecht und Heringsmonopol
Erst im Jahr 1040 wurde Aalborg das erste Mal erwähnt, allerdings als Alabu. Dies wurde auf einer Münze gefunden. Im Jahr 1342 erhielt Aalborg schließlich das Stadtrecht und die Stadt gedeihte. Bis 1516 wurde Aalborg immer größer und schließlich zum Monopol im Heringshandel. Im jütländischen Bauernkrieg stand Aalborg im Mittelpunkt; seine Erstürmung durch Johann Rantzau beendete diese Auseinandersetzung. 1544 wurde Aalborg Sitz des Bistum Aalborg mit der Sct. Budolfi Domkirke als Domkirche.
Aalborg bleibt wie es ist
Das Doppel-A ist den Aalborgern inzwischen ein Identifikationssymbol geworden, dem der in Aalborg beheimatete Rapper Niarn eigens ein Lied widmete: Dobbelt-A. Im Jahr 1988 wurde Aalborg mit dem Europapreis für ihre hervorragenden Bemühungen um den europäischen Integrationsgedanken ausgezeichnet.
