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Französisch in Paris Teil 2

Ist es dir schwer gefallen, dich in einer anderen Kultur mit einer neuen Sprache zurechtzufinden?

Selbstverständlich hatte ich meine Höhen und Tiefen. Besonders am Anfang ist es unglaublich anstrengend, sich in der neuen Sprache zurechtzufinden – zu kommunizieren und sich verständlich zu machen. Immer wieder fehlen die richtigen Worte, aber das wird mit der Zeit besser.

Die kulturellen Unterschiede zwischen Deutschland und Frankreich sind ja auch nicht so eklatant; das merkt man dann eher im Detail, wie zum Beispiel die Angewohnheit, sämtliche Essen immer nacheinander einzunehmen: erst Salat, dann Suppe, dann Hauptgericht (sind mehrere Komponenten auf dem Teller, dann auch das nacheinander), dann Käse, dann Obst. Sowas war ich von zu Hause nicht gewohnt. Auch das ständige Baguette-Essen kann eine körperliche Belastung bedeuten... Aber im Großen und Ganzen kann ich nur sagen, dass ich mich sehr schnell und gut zurechtgefunden, arrangiert und integriert habe. Ich hatte eine rundum gute Zeit.

Wie hast du am besten gelernt?

Ich schätze, ich habe in der Kombination gelernt: Die wöchentlichen Kurse, die auch für eine grammatikalisch fundierte Spracherlernung gesorgt haben, mit der zusätzlichen täglichen Anwendung der Sprache.

Als Au-pair ist die Sprache ja DAS Mittel, um mit den Kindern auszukommen und den Alltag zu bewältigen. Gemeinsam essen, Hausaufgaben machen, spielen – so habe ich sicherlich schneller gelernt, als in der Schule, aber eben die praktische Seite der Sprache. Die Grammatik muss man dann tatsächlich doch noch pauken...

Die Tandem-Variante habe ich dann während des Studiums ausprobiert. Das hatte aber eher kommunikativen Charakter um das Sprechen der Sprache. Gelernt habe ich da nicht mehr viel.

Hast du von deiner Sprachreise profitiert? Inwiefern?

Mein Aufenthalt als Au-pair und der Besuch der Sprachschule hat mir ganz bestimmt mein Studium vereinfacht. Besonders die Sprachkurse fielen mir leichter als vielen Kommilitonen. Ich musste weniger lernen und hatte vielleicht ein besseres Gefühl für die Sprache. Außerdem war mir durch mein Leben in Frankreich die Denkweise vertrauter.

Die Ergebnisse des Sprachkurses lernte ich auch erst später zu schätzen: Was mir im Kurs immer leidig war, wie die Grammatikübungen oder Texte nach konkreten Stilvorgaben zu schreiben, erwies sich als sehr gute Übung. Aber so etwas lässt sich eben besser aus der Retrospektive sehen!

Würdest du solch einen Sprachkurs weiterempfehlen und wieder machen?

Das war, wie schon erwähnt, nicht immer eine einfache Zeit und vor allem die Prüfungen hatten es in sich: zwei / drei Stunden schriftliche Prüfung mit Diktat, Grammatik- und Textaufgaben und dann noch eine mündliche Prüfung von 20 Minuten.

Aber klar, ich würde den Kurs empfehlen. Man lernt ja doch viel: Allgemeines wie Fachliches. Und am Ende habe ich ja Französisch studiert!

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