Gesundheit
Sprachreise nach Russland: Gesund im größten Land der Erde
Bei einer Sprachreise nach Russland kann es schon mal vorkommen, dass man sich erkältet. Bei schlimmeren Krankheiten und in Notfällen ist eine Behandlung in staatlichen Kliniken kostenlos.
Die medizinische Versorgung und die Arztpraxen – insbesondere außerhalb der großen Städte – ist mit der medizinischen Versorgung in Deutschland nicht zu vergleichen. Meistens sind in medizinischen Versorgungseinrichtungen Russischkenntnisse.
Hier wäre ein fortgeschrittener Sprachschüler im Vorteil. In Moskau, St. Petersburg und einigen anderen Großstädten gibt es einige private Krankenhäuser, die hinsichtlich der Unterbringung und der technischen und fachlichen Ausstattung auch höheren Ansprüchen gerecht werden.
Die staatlichen Krankenhäuser entsprechen in der Ausstattung nicht dem, was in Deutschland üblich ist. In wirklichen Notfällen kann ein privater Notarztwagen geschickt werden. Die Kosten der medizinischen Behandlung sind allerdings um einiges höher als in Deutschland. Außerdem wird selbst in Notfällen eine ärztliche Behandlung oftmals nur gegen Vorkasse (entweder bar oder per Kreditkarte) geleistet.
In der Vergangenheit sind für größere Eingriffe bis zu 4.000 € Vorleistung verlangt worden. Aufschiebare oder schwerere Operationen sollten nach ärztlicher Rücksprache in Deutschland durchgeführt werden. Die Apotheken in den großen Städten Russlands sind allerdings gut ausgestattet. Alle wichtigen Standardmedikamente kann man kaufen. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen allerdings vor, daher wird immer zum Original geraten, auch wenn das etwas teurer ist.
HIV / AIDS
2007 wurden von den lokalen Behörden 314.000 Fälle von HIV/AIDS-Infizierten für die Russische Föderation gemeldet. Durch hetero- und homosexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes Risiko. Von ungeschützten sexuellen Kontakten wird abgeraten.
Zecken
Die Russische Föderation ist Risikogebiet für die durch Zecken übertragende Frühjahr-Sommermeningoenzephalitis (FSME / RSSE). Der in Deutschland erhältliche FSME- Impfstoff schützt auch vor der in der russischen Virusvariante.
Radioaktive Risiken
Es ist nicht ausschließen, dass es in der Nähe der Stadt Tschelabinsk (Atomanlage Majak) noch 2007 zu Unfällen mit Freisetzung von Radioaktivität gekommen ist. Waldfrüchte, Pilze und Beeren könnten radioaktiv belastet sein, von dem Verzehr dieser meist lokal angebotenen Lebensmittel wird dringend abgeraten.
