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Geschichte & Kultur

Spracheisen in die „östliche kaiserliche Hauptstadt“

Japanisch lernen in Tokio bedeutet: japanisch lernen in der Hauptstadt Japans, genauer gesagt in der östlichen. Die alte Hauptstadt Japans war Kyoto. Das "Kyo" von Kyoto ist gleich wie das "Kyo" von To-Kyo. Kyo(to). „Kyo“ bedeutet „Hauptstadt“ und „To“ bedeutet „Osten“.

Sprachreise Geschichte: Geschichte und Kultur

Bevor Tokio zur Haupstadt wurde nannte man diese Stadt Edo. Einer Sage nach soll der Name von dem Tor (Do) zur Hibiya-Bucht (E) herrühren. Wann der Ort entstand und wann Edo als Stadt anerkannt wurde, weiß allerdings niemand so genau. Anders als in Europa gab es in Japan kein Stadtrecht und keine städtischen Privilegien, daher ist es schwer zu beurteilen, wann die Siedlung zur Stadt im europäischen Sinne wurde.

Wirtschaftlicher Ursprung

Nachdem die Burg in Edo gebaut wurde, im Jahr 1456, wurde auch viele Luxuswaren aus der kaiserlichen Hauptstadt Kyoto nach Edo transportiert. Dies kurbelte die Wirtschaft an und Edo wuchs rasant zu einer großen Stadt an. Daraufhin wurde im 17. Jahrhundert die Regierung, das Shogunat von Kyoto nach Edo verlegt.  

Unter dem Shogunat (Edo-Shogunat) entwickelte sich die Stadt immer weiter – trotz vielmaligen Großbränden. Anfang des 18. Jahrhunderts sollen schon eine Million Einwohner in Edo gelebt haben. Edo war damit nicht nur die regierungspolitische Hauptstadt, sondern auch die wirtschaftliche Hauptmacht Japans, obwohl der Kaiser nicht in der Stadt residierte.

Tokio entsteht mit der Meiji-Restauration

Die neue Entwicklung der Stadt begann mit der Meiji-Restauration.Mitte des 19. Jahrhunderts kristalliesierten sich Japans Mächte: das Kaisertum in Kyoto gegen das Edo-Shogunat. Die Meiji – die Zeitperiode unter der Herrschaft des Kaisers (Meijikaiser) – sollten eigentlich mit dem Shogunat das Kaisertum fördern und die Amerikaner und Europäer fern halten. Doch der damalige Kaiser wurde mit der Modernisierung nach westlichem Modell akzeptiert. Seitdem ist in Japan Modernisierung gleichbedeutend mit Europäisierung. Inzwischen wurden in Tokio traditionelle Holzhäusern europäisch eingerichtet. Das berühmteste Beispiel sind die Häuser an der Ginza-Straße: Um den Bewohner das Gefühl von Europa zu geben, wurden sie aus roten Ziegelsteinen gebaut. Der Stadtplan und die Häuser des einfachen Volkes blieben bei der Tradition.

Zerstörung durch Erdbeben und Neuaufbau

In Japan wird eine Zerstörung häufig als neue Gelegenheit zur Veränderung genutzt Nachdem sich Edo rasant in die Hauptstadt des Ostens, also in Tokio, verwandelt hat, wurde sie von Erdbeben und zusätzlich vom ersten Weltkrieg wieder zerstört. Die Stadt, die noch hauptsächlich aus Holz und Papier aufgebaut war, hatte keine Widerstandskraft gegen die Brandbomben, die von den amerikanischen Luftflotten abgeworfen wurden. Die neue Entwicklung Tokios begann erst nach dem Kriegsende: Ein Neuaufbau aus Schutt und Asche. Politische, wirtschaftliche und technologische Entwicklungen verwandelten Tokio in eine moderne Weltstadt. Wie in New York stehet auch heute in Tokio Wolkenkratzer und architektonisch raffinierte Gebäude in Tokio.   

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