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Eine Sprachreise nach Japan schützt nicht vor Fettnäpfchen

Wer eine Sprachreise nach Japan anstrebt, sollte sich vorher mit den Gepflogenheiten des Landes vertraut machen. Im Sprachkurs kann natürlich viel gelernt werden, trotzdem lauern überall Fettnäpfchen. Eines ist jedoch sicher: Eine Reise nach Japan ist ein Abenteuer.

Sprachreise Japan Land und Leute

Angekommen in der Sprachschule werden zuerst einmal alle Anwesenden begrüßt. Die Verbeugung ist die typische japanische Begrüßung. Um Respekt und Bescheidenheit auszudrücken, verbeugt man sich am besten tiefer als die andere Person. In der streng hierarchischen Gesellschaft Japans spielen Titel bei der Vorstellung eine große Rolle. Als Anrede dient der Familienname, an den die Silbe -san angehängt wird. Vornamen werden nur bei Freunden und Verwandten benutzt, bei Fremden gilt es als unhöflich, sofort den Vornamen zu nennen.

Das Gastgeschenk in Japan

Höflichkeit und Freundlichkeit sind das oberste Gebot in Japan. Um dies zu zeigen, bringen Gäste immer ein Gastgeschenk mit. Meistens ist es Obst oder Kuchen, wobei der Inhalt weniger zählt als die Verpackung. In Gegenwart der Geschenkgeber wird ein Gastgeschenk niemals geöffnet – man könnte den Geber ja enttäuschen, wenn beim Auspacken des Geschenkes keine zu große Freude über den Inhalt aufkommt. So wird die Ehre des Gastes gewahrt.

Beim nächsten Treffen ist nun der Gastgeber an der Reihe, ein Geschenk zu machen. Das Jahresende ist eine besonders wichtige Zeit für das Austauschen von kostbaren Geschenken an Verwandte, Freunde und Geschäftsleute, um sich bei ihnen für ihre Freundlichkeit während des Jahres zu bedanken.

Freizeit in Japan

Viele Japaner verbringen ihre Freizeit in Gruppen – perfekt für den Sprachaufenthalt, denn es gibt immer viel zu erzählen. Tanz, Theater und Sport sind beliebte Freizeitbeschäftigungen, aber auch Freunde und Verwandte werden oft besucht. Eine Einladung zum Karaoke-Singen sollte definitiv angenommen werden, da man sonst als Spielverderber gilt.

Punkte sammelt, wer deutsche Volkslieder trällern kann. Wem das zu peinlich ist, sollte eine Ersatzshow bieten: Trommeln oder Zungenbrecher vom Typ „Fischers Fritze“. Auch bei guten Freunden sollte man Umarmungen, Schulterklopfen oder Nähe und Berührungen zu anderen Japanern meiden. Distanz ist wichtig und wer dort eindringt, löst tiefes Unbehagen aus.

Harmonie ist in Japan äußerst wichtig

In der japanischen Kultur spielt die Harmonie eine wichtige Rolle. Japaner lehnen offene Konflikte ab. Daher ist es ratsam, persönliche Gefühle zu unterdrücken. Es ist in Japan äußerst unfein, sich persönliche Gefühle anmerken zu lassen oder sie gar anzusprechen.

Visitenkarten im japanischen Geschäftsalltag

Im Geschäftsleben in Japan spielen Visitenkarten eine zentrale Rolle. Der Tausch der Visitenkarten gleicht beinahe einem Ritual, daher sollte die Visitenkarte nie aus der Gesäß- oder Hosentasche gekramt, sondern aus einem respektablen Etui entnommen werden. Schon die Marke der Lederhülle sagt etwas über den Besitzer aus.

Die Visitenkarte wird nicht wie eine Skatkarte ausgeteilt, sondern mit der rechten Hand überreicht – am besten sogar mit beiden Händen. Das Ritual, sich über die Aussprache der Schriftzeichen und deren Bedeutung zu verständigen, erwartet zwar niemand – aber es beweist Kulturverständnis.

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