Land & Leute
Tempel und IT-Elite: Boomland Indien und seine Vielfältigkeit
Indien ist bekannt als ein multidimensionales Land – und das nicht umsonst: Schneebedeckte Bergspitzen, sonnige Strände, traditionelle Straßenbasare oder affektierte ‚Schickimicki‘-Boutiquen prägen den Subkontinent Indien ebenso wie wachsende Industrie-Konglomerate und florierender Tourismus.
Die ursprüngliche Zivilisation Indiens geht auf über 5.000 Jahre zurück – ins Industal (heutiges Nordindien). Die in Indien weit verbreitete Religion des Hinduismus entstand etwas später und etwa 1.500 vor unserer Zeitrechnung wanderten erste europäische Stämme nach Indien ein, dessen Zusammenwachsen die Grundlage für die heute traditionell-indische Kultur bildete.
Mit der Übernahme der politischen Kontrolle durch Großbritannien im 19. Jahrhundert wurde der indische Subkontinent in den State of India und den kleineren moslemischen Staat Pakistan aufgeteilt. Ein dritter Krieg zwischen dem State of India und Pakistan im Jahr 1971 resultierte in Ost-Pakistan, das schließlich zu Bangladesh wurde.
Bis heute gibt es sehr ernste Streitigkeiten mit Pakistan über das Gebiet Kashmir. Alle diese Geschehnisse ließen Indien zu dem werden, was es heute ist: Ein überbevölkerter Subkontinent mit einer Mischung aus zahlreichen ethnischen Gruppen, ein kultureller Cocktail – nicht nur für Sprachschüler.
Indiens Seele ist schwer fassbar
Es ist beinahe unmöglich, den Inder oder die indische Kultur zu beschreiben, denn neben den modernen existieren auch Unmengen von spirituellen Plätzen, an denen sich jeder von religiöser Philosophie und Lebensweisheiten mitreißen lassen kann. Lebhafte und bunte Straßen gehören genauso zu Indien wie Armut und Straßenkinder. Outdoorfans lassen sich in Goa an palmenbepflanzten Stränden nieder, während die Großstädter in Mumbai oder Bangalore Shoppingtouren machen und indische Spezialitäten in schicken Restaurants probieren.
Es gelten Verhaltensweisen für religiöse und gesellschaftliche Anlässe
Zahlreiche Hindus sind Vegetarier und viele, besonders Frauen, trinken keinen Alkohol. Inder der Abstammung Sikh und Parsi rauchen nicht. Gerade für Sprachreisende ist es wichtig, diese Bräuche zu beachten – sonst gilt man schnell als unhöflich und respektlos.
Freundlichkeit ist – wie im gesamten asiatischen Raum – das oberste Gebot, damit kann man nichts falsch machen und einen Tritt ins Fettnäpfchen charmant überspielen. In Indien grüßt man sich bei formellen Anlässen mit gefalteten Händen, über die der Kopf gebeugt wird, und sagt Namaste. Für indische Frauen ist es unziemlich, die Hand zum Gruß zu geben. Als Zeichen des Respekts berührt man in Indien die Füße älterer Leute zur Begrüßung.
