Nachtleben
„Sanlitun-Barstreet, please!“
Diesen Satz sollten sich Sprachschüler in Peking merken, denn alle chinesischen Taxifahrer wissen, was gemeint ist: DIE Partymeile in Chinas Hauptstadt Peking.
Das heißeste Ausgehpflaster Chinas ist die Sanlitun-Straße in Peking. In den Bars, Restaurants und Diskotheken verbringen ausländische Besucher, Sprachschüler oder auch wohlhabende chinesische Teenager ihre Nächte. Spätestens im Morgengrauen brauchen alle ein Taxi – wer hier seine chinesischen Sprachkenntnisse anwendet, ist klar im Vorteil.
Nightlife in China erst seit einigen Jahren
Bis vor wenigen Jahren war das Nachtleben in China und in Peking eher mäßig. Nur staatliche Restaurants und einige Hotelbars blieben bis spät in die Nacht offen. Mit den Wirtschaftsreformen entstanden langsam die ersten privaten Bars und auch amerikanische Burger-Restaurants. Die Konkurrenz ließ nicht auf sich warten.
Heute vibriert die Partymeile in Peking – Chinas bekanntestes Ausgehviertel. Neue Lokale eröffnen am laufenden Band und die Preise sind selbst für Europäer ziemlich hoch. Etwa fünf Euro kostet ein kleines Bier. Aber: Die teuersten Etablissements sind die vollsten. „Wir Chinesen wollen viel ausgeben. Wenn wir weniger zahlen müssten, dann würden wir denken, es sei nicht gut“, erklärt ein Restaurantbesitzer.
Neonlicht, Rotlicht, Blaulicht
Viele Bars in China sind frisch renoviert, reiche Kunden werden umworben und neben rockigen Clubs und stylischen Bars befinden sich auch so genannte „Lady-Bars“. Neben bunten Neonlichtern leuchtet das Rotlicht der speziellen Bars genauso wie das Blaulicht der „Hauptstadt-Patrouille“.
Zwischen den Häusern der Sanlitun-Partymeile versuchen aggressive Werber, die Flaneure in ihre Lokale zu zerren – Bettler und Kinder hoffen auf ein gutes Geschäft in der Nacht und verkaufen Blumen in der Sanlitun-Barstreet. Einen Besuch ist die Sanlitun-Straße in jedem Fall wert, denn hier ist jeder quasi gezwungen, seine Sprachkenntnisse anzuwenden, da man ununterbrochen angesprochen wird.
