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Land & Leute

Höflichkeit und Ehre haben in China noch einen hohen Stellenwert

Die Chinesen sind herzliche Menschen, überaus freundlich und oft sehr hilfsbereit. Oberste Priorität ist es, die Ehre zu wahren – selbst beim Handeln auf dem Markt.

Sprachreise China Land und Leute

Wer auf seiner Sprachreise nach China eingeladen wird, sollte dem Gastgeber etwas Kleines mitbringen. Allerdings sollte man Blumen in China vermeiden, da sie als Ausdruck der Trauer gelten. Bei Freunden ist ein typisches Souvenir aus Deutschland ideal und wenn man unverhofft eigeladen wird, dann bevorzugen Chinesen gerne süßen Wein.

Generell zähle ein Geschenk zum guten Ton in China. Ob man nun zum Essen oder zu einer Party eingeladen wird, ein kleines Gastgeschenk ist höflich. Chinesen sind im Allgemeinen reserviert. Es gilt: Höflichkeit vor Vertraulichkeit. Man sollte sich mit kritischen Bemerkungen über die politische Führung Chinas zurückhalten und keine Sympathie für Taiwan zeigen.

Ladys first!? Nicht in China

Egal ob in der Sprachschule, privat oder auf Geschäftsreisen: In China wird der Hierarchie nach begrüßt, das heißt der älteste zuerst. Gegrüßt wird mit einem kurzen Händedruck – die meisten Chinesen kennen die europäischen Gepflogenheiten und sind eher überrascht, wenn Europäer es bei einer kurzen Verbeugung belassen.

Unverhoffte Begegnungen in China

Reisende werden in China oft von Fremden angesprochen. Dabei kann es sich um Betrüger handeln, die einen zu einem Hotel bringen oder die Sprachschüler zu einem Essen mit chinesischen Spezialitäten einladen wollen. Vorsicht ist daher immer geboten. Manchmal sprechen einen aber auch chinesische Studenten an, die Englisch üben und den Besuchern tatsächlich helfen möchten.

Wie überall auf der Welt gibt es auch in China angenehme und weniger angenehme Begegnungen und Erlebnisse. Misstrauen ist immer besser, aber eine gesunde Portion Menschenverstand gehört meist auch dazu: Im Allgemeinen kann man den Chinesen vertrauen. Wer ein schlechtes Gefühl hat, lehnt höflich mit einem Lächeln aber bestimmt die angebotene Hilfe ab und geht weiter – es gibt schließlich keinen Grund, unnötig unhöflich zu sein.

Preisverhandlungen in China

China ist eine Händlergesellschaft und nicht wie Deutschland eine Handwerksgesellschaft. Außer in Restaurants, Supermärkten und westlichen Kaufhäusern wird gefeilscht, ‚was das Zeug hält‘. Es geht dabei nicht darum, Touristen ‚übers Ohr zu hauen‘ – das Feilschen gehört zur chinesischen Kultur und jeder zahlt eben das, was ihm die Ware wert ist. Vieles ist aber auch ohne Handeln immer noch billiger als in Europa. Wer als Gast in China großzügig Trinkgeld geben will, macht sich keine Freunde: Trinkgeld gilt außerhalb großer internationaler Hotels als Beleidigung.

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