Gesundheit
Sprachreise nach China: Impfschutz trotz chinesischer Heilmethoden
Wer wieder gesund von seiner China-Sprachreise wiederkommen möchte, sollte auf gewisse Dinge achten. Optimal wäre es, wenn die in Deutschland üblichen Impfungen aufgefrischt werden.
Viele Ärzte sind sich oft nicht sicher, welche Impfungen für China derzeit notwendig sind. China erstreckt sich über mehrere Klimazonen und je nachdem, wo die Sprachreise hingehen soll, sind andere Impfvorschriften zutreffend.
Die Sprachschule und auch Krankenkassen bieten in der Regel ausreichende Informationen zum Thema Impfschutz. Auch Apotheken sowie Tropeninstitute bieten Impfberatung für die Reise nach China an. Ein Impfschutz gegen Typhus ist in China ebenso sinnvoll wie eine Malaria-Prophylaxe. In einigen Gegenden tritt eine gefährliche Malariaform auf, in einigen Gebieten ist Malaria das ganze Jahr über ein Risiko.
Reiseapotheke für die Sprachreise nach China
Selbst für eine relativ kurze Sprachreise nach China ist eine kleine Reiseapotheke zu empfehlen. Zahlreiche westliche Medikamente sind in China nicht erhältlich und die Verständigung kann ohne chinesische Sprachkenntnisse sehr problematisch sein. Einiges, wie beispielsweise Heftpflaster oder Hygieneartikel, sind außerhalb der Städte schwer zu finden. Wer einen empfindlichen Magen hat, sollte an Magenmittel denken.
In Regionen wie Südchina sind Insektenschutzmittel (Vorsicht vor Stechmücken – sie lösen Dengue-Fieber aus) und Sonnencreme ein Muss. Die Region um Peking ist sehr trocken, da empfiehlt sich ein extra Vorrat an Feuchtigkeitscreme. Wegen der Gefahr möglicher Infektionen ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. Wasser sollte generell abgekocht werden – sei es vor der Benutzung zum Trinken oder vorm Zähneputzen.
Bei Fleisch- und Fischgerichten lauert keine Gefahr, solange das Fleisch gut durchgekocht und heiß gegessen wird. Rohe Salate sollten dagegen auch vermieden werden. Auf Nummer sicher geht jeder mit gekochtem Gemüse.
Vorsichtsmaßnahmen in China
Schistosomiasis-/ Bilharziose-Erreger kommen in China landesweit in manchen Teichen und Flüssen vor. Zu einer weiteren Zunahme in letzter Zeit ist es besonders in den zentralen und östlichen Landesteilen Anhui, Honan, Hubei, Jiangsu und Jiangxi gekommen. Das Schwimmen oder Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit Chlorwasser sind aber ungefährlich.
In der gesamten Volksrepublik China besteht das Übertragungsrisiko von Borreliose durch Zecken. Schutz hiervor bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel. Fleckfieber tritt in China im Buschland im Süden des Landes auf. Das Fieber wird durch Kleiderläuse ausgelöst. Um sich zu schützen, sollte man regelmäßige Körper- und Kleiderhygiene betreiben. Nur in seltenen Fällen sollte eine Impfung erwogen werden.
Hepatitis A und B kommen in China ebenfalls vor (letztere vor allem im Westen des Landes), Hepatitis B ist hochendemisch. Impfschutz gegen Hepatitis A und bei Langzeitaufenthalt über drei Monate auch gegen Hepatitis B ist für die Sprachreise durchaus sinnvoll. In China ist HIV / Aids ist weit verbreitet. Wer sich nicht ausreichend davor schützt, begibt sich in Lebensgefahr.
Gesundheitsvorsorge in China
Die medizinische Versorgung in China ist preiswert und entspricht in den großen Städten auch westlichem Standard. In ländlichen Gebieten ist die medizinische Versorgung für Europäer dagegen oft sehr gewöhnungsbedürftig, denn Methoden wie Akupunktur oder andere traditionelle chinesische Heilmethoden sind weit verbreitet. Arzt- und Krankenhausrechnungen müssen in der Regel sofort nach der Behandlung bar bezahlt werden, daher empfiehlt sich für die Sprachreise nach China eine Reisekrankenversicherung.
Vogelgrippe auch in China
Seit Jahresbeginn 2009 wurden von den chinesischen Gesundheitsbehörden acht neue Fälle von Vogelgrippe-Infektionen gemeldet, darunter das für Menschen gefährlichen H5N1-Virus. China hatte zuletzt Ende Juli 2006 einen Ausbruch von Vogelgrippe im Westen des Landes gemeldet.
