Land & Leute
Wilde Tiere auf der Safari & stylische Architektur in den Städten
Südafrika kann nicht in wenigen Worten beschrieben werden. Das vielfältige Land beherbergt die gesamte Welt, wiedererkennbar in Mensch und Landschaft: Südafrika ist das Land der Regenbogennation – bunt und vielfältig wie der Lebensstil.
Einen typischen Südafrikaner sowie den Lebensstil in Südafrika zu beschreiben, fällt schwer. Es gibt ihn vielleicht gar nicht, den typischen Südafrikaner. Seit Jahrhunderten leben in diesem Land verschiedene Völkergruppen – nicht immer friedlich – miteinander. Heute genießt Südafrika, ein junges Land, das beispielhaft einer hoffnungsvollen Zukunft entgegengeht, einen gastfreundlichen Ruf mit seinen herzlich aufgeschlossenen Menschen.
Wie erkennt ein Sprachschüler einen echten Südafrikaner?
Die eigentlichen Ureinwohner Südafrikas sind die Khoi (Hottentotten) und die San (Buschmänner). Bantu-Völker drangen seit dem zwölften Jahrhundert aus Ost- und Zentralafrika südwärts. Mitte des 17. Jahrhunderts stießen die von Süden kommenden holländischen Siedler im Gebiet des Ostkaps (Transkei) mit den Bantus zusammen. Diese Gebiete, Transkei und Ciskei, waren Siedlungsgebiet der Xhosa, welches ebenfalls ein Bantu-Volk ist.
Nelson Mandela hat für sein Land große Veränderungen bewirkt und mittlerweile haben sich die verschiedenen Völkergruppen auf das gesamte Land verteilt, wobei immer noch der Großteil der Weißen im Westkap lebt.
‚Braai‘ gehört in Südafrika zu allen Lebenslagen – eine wichtige Vokabel für Sprachschüler
An einem Zeichen erkennt man aber alle Südafrikaner: Sie grillen gerne und viel. Vor allem am Sonntagnachmittag steigen aus vielen Gärten die Rauchwolken der Holzfeuer empor. Die Zeit des Wartens vertreiben sich die meisten Südafrikaner mit einem Sixpack ‚Castle Beer‘ und ein paar Stücken ‚Biltong‘, dem delikat gewürzten südafrikanischen Trockenfleisch.
Wie in vielen anderen Siedlergesellschaften werden am Kap auch außergewöhnlich große Steaks serviert. Wer in den nahe Kapstadt gelegenen Burenvororten einkehrt, kann dort bisweilen gigantische „Titanic-Steaks“ von bis zu zwei Kilogramm bestellen. Zum Markenzeichen Südafrikas ist schließlich das so genannte Braaivleis (kurz: Braai) geworden, eine Art Barbecue.
Holländer, Deutsche und Franzosen beeinflussten das Kap in Südafrika
Stark beeinflusst wurde das Kap und die südafrikanische Küche naturgemäß von Holländern und Deutschen, die in Diensten der Niederländischen Ostindien-Kompanie (VOC) standen, aber auch durch die Hugenotten, die 1688 ans Kap kamen und sich in Franschhoek (Französische Ecke) als Winzer niederließen. Ihren ganz besonderen Charakter erhielt die Kapküche jedoch durch die Sklaven, die Jan van Riebeeck schon kurze Zeit nach der Gründung Kapstadts im Jahre 1652 aus Madagaskar und der holländischen Besitzung Java (Batavia) an die Südspitze Afrikas bringen ließ.
Trotz ihres Namens ist die Herkunft der kapmalaiischen Küche weniger malaiisch als indonesisch geprägt und stark von indischen Einflüssen durchsetzt. Charakteristisch sind milde Curryspeisen. Daheim essen die Kapmalaien gerne Fleisch- und Fruchtspieße (Sosaties), Teigtaschen mit Gehacktem (Somoosa) oder Bobotie, ein im Ofen überbackener Curryauflauf aus gehacktem Lamm(rücken), Chutney und Eischnee.
Buren in Südafrika und Namibia
Die meisten Buren leben in der westlichen Provinz der Republik. Sie werden etwa seit dem 18. Jahrhundert als die afrikaans-sprechende europäische Bevölkerung Südafrikas und Nambias bezeichnet. Die Bezeichnung Buren leitet sich vom Niederländischen Wort ‚boer‘ für ‚Bauer‘ ab. Schwarzafrikaner bezeichnen oftmals alle Weißen in Südafrika, auch englischsprachige, als Buren. Die Buren waren bis 1945 vor allem Farmer und Viehzüchter.
