Sehenswertes & Erleben
Zwischen ägyptologischen Schätzen und lautem Volksleben
Eine Sprachreise nach Kairo bietet jedem die Möglichkeit, sich kulturell, historisch und sprachlich weiterzubilden. In dieser orientalischen Stadt erlebt der Sprachschüler Mittelalter Moderne, Luxus, Anspruchslosigkeit und Tradition.
Der aufmerksame Sprachschüler findet in Kairo nicht nur ägyptologische Schätze und Meisterwerke islamischer Baukunst, sondern auch bunte Basare, laute Menschen und Sonne pur. Eine Woche Sprachreise reicht in Kairo bestimmt nicht aus, denn wer Kairo auf sich wirken lassen möchte braucht mehr als nur sieben Tage.
Parallelwelt in Kairo
Zuerst kann man erst mal durch die Straßen von Kairo laufen, um sich zu orientieren: Wer durch die Straßen von Kairo läuft, sieht nur die Hälfte der Stadt. Auf den Dächern der Metropole existiert eine Parallelwelt, die so bunt und vielschichtig ist, wie die Stadt am Boden.
Die älteren Hochhäuser in Kairo sind nämlich so konzipiert, dass die reichen Bewohner ihren Bediensteten kleine Häuser auf dem Dach errichten lassen können. In Kairo existiert daher eine Stadt über der Stadt, mit Menschen, die dort essen, kochen, schlafen oder sogar auch Haustiere wie Ziegen oder Hühner halten.
Kairo ist sehenswert – trotz Smog und Abfall in den Straßen
Die 17-Millionenstadt bietet Sprechmöglichkeiten an jeder Ecke: Auf den Basaren kann um Gewürze oder Souvenirs gefeilscht werden, in den Teehäusern kommt man schnell ins Gespräch oder man gesellt sich zu den Gruppen an den monumentalen Gebäuden.
Sprachreise nach Kairo – die Zitadelle und die Ali-Moschee
Über dem Armenviertel, neben den ehemaligen Steinbrüchen der Pyramiden und in der Nähe der Katakomben (Totenstadt), dort auf einem Hügel befindet sich die Zitadelle. Gebaut wurde die mächtige Festung mit Palästen, Gebetsräumen und Ställen Ende des 12., Anfang des 13. Jahrhunderts von Salah el Din (Saladin), dem großen Bekämpfer der Kreuzritter. Leider wurde sie 1824 zerstört. Auf den Ruinen errichtete Mohammed Ali neue Paläste sowie die berühmte Alabastermoschee (Ali-Moschee) im türkischen Rokoko-Stil.
Sprachreise nach Kairo – die Steinbrüche und die Katakomben
Man glaubt es kaum, aber es ist wahr: Tatsächlich leben heute in den Katakomben mehr als zwei Millionen Menschen, die keine wirtschaftliche Möglichkeit haben, sich eine Wohnung zu mieten, geschweige denn ein Haus oder eine Wohnung zu kaufen. Die Überreste der Beerdigten wurden im Laufe der Zeit nach und nach beiseite geschafft und die vielen Grabstätten, Gräber, Räume und Gänge werden heute ohne jegliche hygienische Einrichtung als Wohnort genutzt. Zwischenzeitlich haben sich diese zu einem eigenen Stadtteil ausgeweitet.
Der größte Teil der Innenstadt baut auf Schichten auf, die nicht ans Tageslicht gefördert werden können, da dafür Straßen oder Wohnhäuser in dem völlig überlaufenen Kairo abgerissen werden müssten. Der sich zu Zeiten der Pharaonen weit außerhalb Kairos befundene Steinbruch, liegt heute in der Stadt. Noch heute werden von den armen Einwohnern oder auch Bauunternehmern verbotenerweise Steine abgebaut und für den Bau von Unterkünften genutzt oder verkauft.
Eine Sprachreise nach Kairo ist auch immer eine Zeitreise – historisch und kulturell.
